Gedanken zum Evangelium im Rahmen der Wort-Gottes-Feier am Christkönigs-Sonntag am 23.11.2025 in Heilig Kreuz, 78048 Villingen-Schwenningen: Lukas 23,35b-43.
Liebe Schwestern und Brüder, wir hören im heutigen Evangelium, dass die führenden Männer des Volkes Israel unseren Herrn am Kreuz verlachten. Auch die Soldaten verspotteten ihn.
Warum? Die führenden Männer hatten Jesus gehört, hatten seine Zeichen und Wunder erlebt, aber sie kamen nicht zum Glauben an ihn. Im Gegenteil: sie wollten ihn umbringen, weil ihr Herz verhärtet war.
Sie haben den Herrn ans Kreuz geschlagen und gerufen: Wenn du der König der Juden bist, rette dich selbst und steig herab vom Kreuz! Sie wollten JESUS testen und etwas Spektakuläres erleben – aber Jesus wusste, dass sie auch dann nicht glauben würden.
Der Heilige Paulus erklärt es im 1. Korintherbrief so: „Denn das Wort vom Kreuz ist denen, die verloren gehen, Torheit; uns aber, die gerettet werden, ist es Gottes Kraft.“
Und an anderer Stelle bekräftigt er: „Wir dagegen verkünden Christus als den Gekreuzigten: für Juden ein Ärgernis, für Heiden eine Torheit, für die Berufenen aber, Juden wie Griechen, ist Christus Gottes Kraft und Gottes Weisheit. Denn das Törichte an Gott ist weiser als die Menschen und das Schwache an Gott ist stärker als die Menschen.“ Anmerkung: Das Kreuz Christi wird im Islam geleugnet. Ein Muslim, der behauptet, Jesus sei gekreuzigt und getötet worden, fällt vom Glauben ab.
Der Evangelist Lukas berichtet uns von zwei Mitgekreuzigten: Der eine verhöhnte Jesus, weil er nicht glaubte. Er hatte – ebenso wie der andere am Kreuz – schon vorher entweder Jesus erlebt, oder über ihn gehört. Der andere aber glaubte, bekannte sich als Sünder und bat JESUS um Aufnahme ins Reich Gottes.
„Heute noch wirst du mit mir im Paradiese sein!“ antwortete Jesus. – Diese Verheißung gilt allen, die umkehren und glauben. – Hier und heute sind wir zwar noch nicht im Paradies, aber schon mit Christus unserem König verbunden. Gelobt sei Jesus Christus! Amen.