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Ökumenischer Fortschritt?

Jesus: höchster Name!

Tag für Tag mit Gott

Nur wenn du dein Ich verleugnest, machst du Gott Platz, um zu beginnen, sein Sohn und Bruder des Nächsten zu sein. – Pater Pio

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  • Freitag, 15 Dezember 2017 : Buch Jesaja 48,17-19.
    So spricht der Herr, dein Erlöser, der Heilige Israels: Ich bin der Herr, dein Gott, der dich lehrt, was Nutzen bringt, und der dich auf den Weg führt, den du gehen sollst. Hättest du doch auf meine Gebote geachtet! Dein Glück wäre wie ein Strom und dein Heil wie die Wogen des Meeres. Deine Nachkommen […]

Ein neues Pfingsten?

Heiligste Dreifaltigkeit – Gebet des Engels von Fatima

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11. Juni 2017 Zum heutigen Dreifaltigkeitssonntag ein Gebet des Engels von Fatima:

Heiligste Dreifaltigkeit, Vater, Sohn und Heiliger Geist! Ich opfere Dir auf den kostbaren Leib und das Blut, die Seele und die Gottheit unseres Herrn Jesus Christus, gegenwärtig in allen Tabernakeln* der Welt: zur Sühne für die Schmähungen, Sakrilegien und Gleichgültigkeiten, durch die Er selbst beleidigt wird. Durch die unendlichen Verdienste Seines Heiligsten Herzens und durch die des Unbefleckten Herzens Mariens erbitte ich von Dir die Bekehrung der armen Sünder. Amen.

*Es ist der Glaube an die Realpräsenz Jesu Christi im Allerheiligsten Altarssakrament. Daher beten Katholiken nicht – wie in bestimmten Kreisen aus Unglauben oder Unwissenheit behauptet wird – „geweihte Hostien“ an, sondern den lebendigen Gott.

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Es ist gut für euch, dass ich weggehe, denn dann kann der Beistand kommen

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Vom Kommen des Beistandes (Paraklet1 oder Helfer)

“… jetzt gehe ich zu dem, der mich gesandt hat….Aber ich sage euch die Wahrheit: Es ist gut für euch, dass ich weggehe. Denn nur dann kann ich euch den Helfer senden. Und wenn er dann kommt, wird er die Welt überführen über Sünde und über Gerechtigkeit und über Gericht. Über Sünde, weil sie nicht an mich glauben. [die Juden bezichtigten ihn der Lästerung, weil er gesagt hatte, „ich bin Gottes Sohn“; der Koran sagt in Sure 5,75: „Christus, der Sohn der Maria, ist nur ein Gesandter…“] – Wenn aber jener kommt, der Geist der Wahrheit, wird er euch zur vollen Wahrheit führen. Denn er wird nicht von sich aus reden, sondern er wird reden, was er hört, und das Zukünftige wird er euch verkünden. Er wird mich verherrlichen, weil er von dem Meinigen nehmen und euch verkündigen wird. Alles, was der Vater hat, ist mein. Deshalb habe ich gesagt: ‘Er nimmt von dem Meinigen und wird es euch verkünden.’ – Der Paraklet wird offenbaren, dass Jesus das Recht* hatte, sich „Sohn Gottes“ zu nennen. Der Beweis wird das Hingehen zum Vater sein; es wird seinen himmlischen Ursprung und sein himmlisches Wesen zeigen. *Daher nennt Jesus dieses Hingehen zum Vater ‘Gerechtigkeit’. – ‘Gericht’ meint in diesem Zusammenhang: Der Paraklet wird den Sinn des Todes Jesu – Niederlage und Verurteilung des Fürsten dieser Welt – offenbaren. Soweit die Betrachtung aus dem Johannesevangelium Kapitel 16.

Der Begriff Sünde wird in der Gegenwart vermieden, auch im kirchlichen Bereich. Das gilt ebenso für ‘Gericht’, ‘Hölle’, ‘Fegefeuer’. Bezeichnend für die Art der modernen Verkündigung kann eine Antwort sein, die Margot Käßmann aktuell in einem Interview mit dem ‘Schwarzwälder Boten’ gab. Auf die Frage: „Brauchen die Menschen heute noch Gott?“, antwortete Sie, …dass Gott ihr Halt gebe in ihrem Leben und in der Gemeinschaft, in der sie sich beheimatet fühle..“ – also eine sogenannte ICH-Botschaft, die an sich positiv ist. Aber die Frage zielte doch auf „die Menschen“ ab. Es fällt auf, dass nicht mehr auf den notwendigen Glauben an Jesus Christus für alle Menschen hingewiesen wird, nicht mehr über ‘Himmel – Fegefeuer – Hölle’ gesprochen wird; falls die Hölle angesprochen wird, heißt es dann, dass es sie höchstens auf Erden gibt und die eigentliche Hölle leer sei. Es wird also suggeriert, dass alle Menschen automatisch in den Himmel kommen.

Komm Heiliger Geist, komm Geist der Wahrheit und überführe die Verkünder ihres Versagens, ihrer verkürzten Botschaft, dass Menschen wachgerüttelt werden und nicht verloren gehen!

1 Pa|ra|klet – spätlat. paracletus, dies aus gr. paráklētos »der Sachwalter; der Fürbittende«: Helfer, Fürsprecher vor Gott, bes. der Heilige Geist (Joh. 14, 16 u. a.).

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Der wahre Tempel

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Wißt ihr nicht, dass ich in dem sein muss, was meines Vaters ist?

Lukas berichtet uns im 2. Kapitel, V 41 bis 52 über den zwölfjährigen Jesus, den seine Eltern im Tempel suchten. Dazu schreibt der Kirchenvater Origenes:

Mein Herr Jesus wurde geboren, und seine Eltern gingen hinauf nach Jerusalem, um auszuführen, was im Gesetz vorgeschrieben war, und sie brachten für ihn “ein paar Turteltauben oder zwei junge Tauben dar” (Lk 2,24)….Als Jesus aber zwölf Jahre alt war, blieb er in Jerusalem zurück. Seine Eltern, die davon nichts wußten, suchten ihn voller Sorge und fanden ihn nicht. Sie suchten ihn bei den Verwandten, sie suchten ihn in der Reisegesellschaft, sie suchten bei den Bekannten, und bei all diesen fanden sie ihn nicht. Jesus wurde also von seinen Eltern gesucht, von seinem Vater, der sein Nährvater und sein Begleiter war, als er nach Ägypten hinabging, und dennoch wurde er nicht sofort gefunden. Denn Jesus wird nicht bei Verwandten und dem Fleische nach Nahestehenden gefunden. Mein Jesus ist in der Gesellschaft der vielen nicht zu finden.

Merke dir jetzt, wo die Suchenden Jesus schließlich fanden, damit auch du ihn findest, wenn du ihn zusammen mit Josef und Maria suchst. Als sie ihn suchten, heißt es, fanden sie ihn im Tempel (Lk 2,46) Nirgendwo anders als im Tempel, und auch im Tempel fanden sie ihn nicht einfach so, sondern ‘mitten unter den Lehrern’. Er hörte ihnen zu und fragte sie.

Suche also auch Du Jesus im Tempel Gottes, suche ihn in der Kirche, suche ihn bei den Lehrern, die im Tempel sind und diesen nicht verlassen. Wenn du ihn so suchst, wirst du ihn finden.” Soweit Origenes.

Aber, so frage ich, sind unseren Kirchengebäude der Tempel, den Jesus wirklich meint? Wir erinnern uns zunächst an die Stelle in Joh 2,19  :“Reißt diesen Tempel nieder, und ich werde ihn in drei Tagen wieder aufrichten”. Er aber meinte den Tempel seines Leibes. Jesus wußte bereits, dass der Jerusalemer Tempel im Jahre 70 nChr durch die Römer zerstört werden sollte. Bis heute ist der Tempel nicht wieder aufgebaut.

Wo also ist der Tempel heute? Darüber geben uns der Apostel Paulus und Jesus selbst Auskunft: Apg 17,24: Paulus: „Gott, der die Welt erschaffen hat und alles in ihr, er, der Herr über Himmel und Erde, wohnt nicht in Tempeln, die von Menschenhand gemacht sind.“

Also wo denn? 1Kor 3,16 „wisst ihr nicht, dass ihr Gottes Tempel seid und der Geist Gottes in euch wohnt?“ 1Kor 6,19: „Oder wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des Heiligen Geistes ist, der in euch wohnt und den ihr von Gott habt? Ihr gehört nicht euch selbst.“

Jesus selbst sagt uns im Johannes-Evangelium: Joh 14,23: „Wenn jemand mich liebt, wird er an meinem Wort festhalten; mein Vater wird ihn lieben und wir werden zu ihm kommen und bei ihm wohnen.“

Der dreifaltige Gott wohnt in jedem Menschen, der Jesus liebt und die Gebote des Vaters befolgt – ein Kind Gottes lebt also in der dreifaltigen Beziehung seines Schöpfers. In der heiligen Messe kommt das so zum Ausdruck: Der Priester ruft den heiligen Geist auf die Gaben von Brot und Wein herab, damit jener sie in Leib und Blut Jesu wandle.

Der Vater in mir weckt das Verlangen, mich mit seinem Sohn in der heiligen Kommunion zu vereinen. “Geh’ zu ihm!” (“Niemand kann zu mir kommen, es sei denn, der Vater zieht ihn” (Joh 6,44) Und Jesus: “Komm zu mir”, ich will eins sein mit dir, wie ich mit dem Vater eins bin.

Durch diese Vereinigung soll ich – zusammen mit allen Brüdern und Schwestern – dem Bild des Sohnes immer ähnlicher werden. Der Sohn ist ja gleichzeitig das Haupt des einen Leibes Christi, an dem jeder einzelne von uns ein Glied ist.

Wenn Jesus im Evangelium sagt: “Wußtet ihr nicht, dass ich in dem sein muß, was meines Vaters ist?”, dann meint Jesus heute nicht einen steinernen Tempel, sondern die lebendigen Tempel, nämlich die Herzen der Kinder Gottes. Suche Jesus also zuerst in Deinem Herzen. – HJE

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Die gemeinsame Sendung des Sohnes und des Geistes

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Aus dem Glaubensbekenntnis des katholischen Katechismus, Zweiter Abschnitt, Artikel 8: “Ich glaube an den Heiligen Geist”. (Fortsetzung des Beitrags vom 12. Mai 2010)

§ 689 Der Geist des Sohnes1, den der Vater in unsere Herzen gesandt hat, ist wirklich Gott. Mit dem Vater und dem Sohn eines Wesens, läßt er sich weder im inneren Leben der Dreifaltigkeit noch als Gabe der Liebe für die Welt von ihnen trennen. Die Kirche betet die lebendigmachende, wesensgleiche und untrennbare heiligste Dreifaltigkeit an; ihr Glaube bekennt jedoch auch, dass sich die Personen voneinander unterscheiden. Wenn der Vater sein Wort sendet, dann sendet er stets auch seinen Hauch – es ist eine gemeinsame Sendung, in der der Sohn und der Heilige Geist sich voneinander unterscheiden, aber nicht voneinander trennen lassen. Christus erscheint, das sichtbare Bild des unsichtbaren Gottes, aber es ist der Heilige Geist, der ihn offenbart.

§ 690 Jesus ist der Christus, der „Gesalbte“, weil der Geist seine Salbung ist und alles, was von der Menschwerdung an geschieht, aus dieser Fülle fließt2. Und wenn am Ende Christus verherrlicht wird3, kann er denen, die an ihn glauben, vom Vater her den Geist senden: Der Sohn teilt ihnen seine Herrlichkeit mit4, das heißt, den Heiligen Geist, der ihn verherrlicht5. Die gemeinsame Sendung entfaltet sich von da an in denen, die der Vater im mystischen Leib seines Sohnes als seine Kinder angenommen hat. Der Geist der Sohnschaft hat die Sendung, diese mit Christus zu vereinen und in ihm leben zu lassen.

1vgl. Gal. 4,6; 2vgl. Joh 3,34; 3vgl. Joh 7,39; 4Joh 17,22, 5vgl. Joh 16,14

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Der Dreieine

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Zum Fest Trinitatis (Heilige Dreifaltig- oder Dreieinigkeit) am ersten Sonntag nach Pfingsten hier einige Gedanken zum Herzstück des christlichen Glaubens und Bekennens. „Der Dreieine“ ist Titel eines Buches des Physikers und Ingenieurs Bernhard Philberth, der auch eine außerordentliche Weihe zum katholischen Priester erhielt („ad titulum patrimonii“). Diese Weihe war mit der Auflage verbunden, weiterhin in seinem wissenschaftlichen Beruf tätig zu bleiben. Er und sein Bruder Karl (ebenfalls Naturwissenschaftler und Priester durch die gleiche außerordentliche Weihe) waren im Themenbereich Schöpfung/Evolution/Universum gefragte Referenten; auch im katholischen Bildungswerk Heilig Kreuz Villingen unter meiner Leitung. Berhard Philberth wurde in christlichen Kreisen bekannt durch sein Buch: „Christliche Prophetie und Nuklearenergie“, dass zur Zeit des kalten Krieges zwischen West und Ost sogar im Kreml gelesen wurde.

Bernhard Philberth bringt mit dem Titel „Der Dreieine“ das unfassbare Geheimnis der Heiligen Dreifaltigkeit in die knappste mögliche Definition. – In seinem Buch zeigt er die Struktur der Schöpfung in ihren personalen, geistigen und materiellen Komponenten. Ein Teil des Werks ist eine Erstveröffentlichung seiner Forschungsergebnisse über die physikalische Struktur des Weltalls; von den Elementarteilchen und Atomen bis zu den Sternen und Milchstraßen. Eine einheitliche Physik des Mikro- und Makrokosmos, in Komplementarität zur Quanten- und Relatitivitätsphysik, zeigt den Anfang und das Ende eines gigantischen Universums, dessen Raum, Zeit und Materie wesenhaft endlich ist.

Die konkreten Darstellungen stehen in einem geradezu unbegrenzten Rahmen: Das Sein ist strukturiert in Analogie zur Dreifaltigkeit Gottes. Die Welt ist Spiegelbild, Gleichnis Gottes…alles Existierende trägt das Zeichen des Dreieinen.

Vorstellen möchte ich an dieser Stelle aber das Buch: „Das Geheimnis der Dreieinigkeit im Zeugnis der Kirche“, herausgegeben von Prof. Peter Beyerhaus, im Auftrag der Internationalen Konferenz Bekennender Gemeinschaften. Wie es zur Wahl dieses trinitarischen Themas kam, erläutert Pastor Ulrich Rüß unter anderem wie folgt:

„Das Bekenntnis zum Dreieinigen Gott wird heute sogar in der Kirche vielfach in Frage gestellt, gefährdet, relativiert oder auch ignoriert. Globales Denken, die Begegnung mit anderen Kulturen, Religionen und Gottesvorstellungen zeigen Wirkung…

…Eine besondere Herausforderung für den christlichen Glauben und das trinitarische Bekenntnis ist der Islam mit seinem erfolgreichen Expansionsdrang. Die Islamisierung Europas ist keine Utopie. Meine Anmerkung: Sogar deutsche Professoren und andere, die sich mit der Trinität schwer tun, sind bereits zum Islam gewechselt.

Auf Befragen glauben etwa 65 % der Deutschen an Gott. Mit „Gott“ ist aber mehrheitlich keineswegs jener trinitarische Gott gemeint, wie er sich durch Jesus Christus der Welt geoffenbart und in der heiligen Schrift bezeugt hat. Mit „Gott“ meinen viele ihre eigenen, sehr subjektiven Vorstellungen über Gott, losgelöst von Kirche und Bibel. Die Säkularisierung der Gottesfrage nimmt zu. Faktisch gibt es in unserer Gesellschaft einen zunehmenden Gottesverlust.

Hierin liegt auch der zunehmende Werte-, Sinn- und Orientierungsverlust begründet. Das christliche Menschenbild ist gefährdet. Gefährdet ist auch unsere christlich-abendländische Kultur. Dieser Verlust hat entscheidend zu tun mit dem Verlust des Glaubens an den Dreieinigen Gott: Vater, Sohn und Heiliger Geist…Ist die Kirche, sind die Christen dieser immensen Herausforderung gewachsen? Mit Erschütterung müssen wir zur Kenntnis nehmen, dass die Säkularisierung innerhalb der Kirche fortschreitet…Sicherung von Finanzierung und Veränderung von Strukturen bestimmen die Tagesordnung, nicht die Frage nach Gott, nicht die Weise, wie Gott selbst als Gott-Vater, Gott-Sohn und Gott-Heiliger Geist zur Sprache kommen und missionarisch bezeugt werden will.

Ich beobachte innerhalb der Kirche ein großes Defizit des Sprechens vom Dreieinigen Gott. Das betrifft die Exegese von biblischen Texten, das betrifft die Predigt- und Liturgiepraxis, den gesamten katechetischen Bereich und die Frömmigkeitspraxis…“

Das vorliegende Buch mit dem Untertitel: „Trinitarisch anbeten – lehren – leben; Ein bekenntnis-ökumenisches Handbuch“ ist eine gelungene Sammlung von Aufsätzen und Vorträgen aus Tagungsprogrammen, wie „Leben aus der Gnadenfülle des Dreieinigen Gottes“ im Mai 2008 in Rothenburg o.d.T.. Auch die Trinitätslehre aus dem Katechismus der katholischen Kirche ist abgedruckt. Für Katholiken sei das römisch-katholische Geleitwort von Kardinal Walter Kasper erwähnt: „Es gehört zu den positiven Zeichen in der gegenwärtigen Theologie, dass sie sich in weiten Bereichen entschlossen den Herausforderungen durch den um sich greifenden Säkularismus und neu aufkommenden aggressiven Atheismus stellt und die Gottesfrage dediziert in den Mittelpunkt ihres Denkens rückt. Wo das geschieht, besinnt sich die Theologie erneut auf ihre ureigenste Sache, Rede von Gott zu sein. Für die christliche Theologie kann dies auf dem Boden der heiligen Schrift und der Bekenntnisse der alten Christenheit nur die Rede vom dreifaltigen Gott bedeuten. Damit ist keine abstrakte, wirklichkeits- und lebensferne Spekulation gemeint, sondern die Beschäftigung mit dem, was Lebensquelle christlicher Existenz und Modell, sozusagen Ikone der Kirche und ihrer Einheit wie zentraler Inhalt ihrer gottesdienstlichen Lobpreisung ist…“

Kasper begrüßt, dass die Internationale Konferenz Bekennender Gemeinschaften das Trinitätsthema 2008 in den Mittelpunkt gestellt hat. Er sagt, dass dies ein weiterer Schritt zur Grundlegung einer Bekenntnisökumene sei, im Gegensatz zu einer oberflächlichen „Gefälligkeitsökumene“, welche die Kanten vorschnell abschleift, statt die auf dem Boden des gemeinsamen Bekenntnisses bestehenden Unterschiede zum Gegenstand eines Austausches der Gaben (Johannes Paul II) und so zur gegenseitigen Bereicherung zu machen.

Bestelldaten: ISBN 978-3-937965-84-0 (VTR-Verlag; http://www.vtr-online.de); ISBN 978-3-940879-04-2 (Dominus-Verlag; http://www.dominus-verlag.de)

Heinz Josef Ernst

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„Die Trinität ist Gott“

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Zum Dreifaltigkeitssonntag  (der erste Sonntag nach Pfingsten) ein Wort zum besseren Verständnis:

Dreifaltigkeit/Dreieinigkeit oder Trinität (lat. tres = drei) meint den Glauben der Kirche an den einen Gott in drei Personen. Betrachten wir die heilige Schrift im Hinblick auf die Dreifaltigkeit (Trinität) Gottes, so ist zunächst festzustellen, dass sich kein entsprechender Begriff findet. Der Begriff der Trinität wurde vermutlich erst von Theophilus von Antiochia um 180 n. chr. geprägt und von Tertullian bald darauf ausgestaltet. Dass der Begriff nicht vorkommt, schließt aber keineswegs aus, dass die Sache, die der Begriff zusammenfaßt, an vielen Stellen der Heiligen Schrift deutlich zum Ausdruck gebracht wird.

Beispiele: Johannes 14,26: „Der Beistand aber, der heilige Geist, den der Vater in meinem Namen senden wird, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe“. oder  Matthäus 3,16: „Kaum war Jesus getauft und aus dem Wasser gestiegen, öffnete sich der Himmel, und er sah den Geist Gottes wie eine Taube auf sich herabkommen. Und eine Stimme aus dem Himmel sprach: Das ist mein geliebter Sohn, an dem ich Gefallen gefunden habe.“ Und noch Matthäus 28,19: „Darum geht zu allen Völkern und macht alle Menschen zu meinen Jüngern; tauft sie im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes, und lehrt sie, alles zu befolgen, was ich euch geboten habe. Seid gewiß: Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt.“

Die Lehre von der Trinität kann so formuliert werden: Es existiert ein einziger wahrer Gott (Monotheismus). Dieser wirkt und offenbart sich als Vater, Sohn und Heiliger Geist. Der Vater ist Gott, der Sohn ist Gott, der Heilige Geist ist Gott – wesensgleich existierend, und doch in drei Personen offenbar. Jesus Christus besitzt zwei Naturen: Er ist wahrer Gott und wahrer Mensch. Er ist „Gott von Gott“ und damit ohne Anfang. Als Mensch hat er einen Anfang: Er hat Fleisch angenommen durch den Heiligen Geist, geboren aus Maria, der Jungfrau. Lukas 1,35: „…der Heilige Geist wird über dich kommen und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten. Deshalb soll auch das Kind heilig und Sohn Gottes genannt werden.“ – Jesu Prä-Existenz wird deutlich in einem Streitgespräch mit „den Juden“ in Johannes 8,57-59: Die Juden entgegneten ihm: „Du bist noch keine fünfzig Jahre alt und willst Abraham gesehen haben?“ Jesus erwiderte ihnen: „Amen, amen, ich sage euch: Noch ehe Abraham wurde, bin Ich.

Zur menschlichen Natur Jesu: Geboren aus der Jungfrau Maria wuchs er heran, empfand Hunger und Durst, Müdigkeit und Schlaf, Trauer und Freude. Er erlitt körperlichen und seelischen Schmerz und schließlich den Tod. Doch zugleich war er (und ist von Ewigkeit) wirklich Gott. Er besaß Macht über die Natur, konnte die Gedanken der Menschen erkennen, Sünden vergeben, Krankheiten wunderbar heilen und Tote zum Leben erwecken. Dennoch unterschied er sich von Gott dem Vater insofern, als er in seiner irdischen Existenz irdischen Grenzen zum Teil unterworfen war: Er besaß in dieser Zeit keine Allgegenwart und Allwissenheit, sondern er entäußerte sich freiwillig dieser Eigenschaften (vgl. Phil 2,6-11). Dies war vor seiner Menschwerdung anders und änderte sich wieder nach seiner Auferstehung und Erhöhung zum Vater. Die Zeit seines irdischen Daseins wird deshalb treffend als „status exinanitionis“ („Zustand der Selbstentäußerung/Selbsterniedrigung der Gottheit“) bezeichnet. Wird dies nicht beachtet, dann entstehen solche Mißverständnisse und Fehldeutungen wie bei Arianern, Zeugen Jehovas und Muslimen. Murray J. Harris spricht von der „Substantiellen Einheit“ und „personalen Unterschiedenheit“* von Vater, Sohn und auch Heiligem Geist. Er führt aus: „Obwohl er theós (Gott) ist, wird Jesus nicht patér (Vater) oder Kýrios ho theós (= JHWH elohim) oder ho mónos alethinos theós (der einzig wahre Gott) genannt.

Einfach, pointiert formuliert es Waltraud Maria Neumann  in ihrem Buch: „Philosophie und Trinität“:

„Gott ist nicht trinitarisch, sondern die Trinität ist Gott“. Damit will sie in Anlehnung an Augustinus zum Ausdruck bringen, dass die Trinität nicht als eine Dreigötterlehre zu verstehen ist, ein Mißverständnis, das bis heute im Judentum, im Islam und bei nicht wenigen Christen vorherrschend ist.

Quellen: Die Bibel – Einheitsübersetzung; Handbuch Orientierung: Religionen, Kirchen, Sekten, Weltanschauungen, Esoterik. Herausgeber: Arbeitsgemeinschaft für Religiöse Fragen (A.R.F.); die „Tagespost“ Mai 2008.

Heinz Josef Ernst

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Dreifaltigkeits-Sonntag, 18. Mai 2008

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Das Fest der heiligsten Dreifaltigkeit (Trinitatis) folgt dem Pfingstfest. Es stellt den alleinigen Gott vor, der gleichzeitig drei-einig ist: Vater, Sohn und Geist. Auch wenn dieses Geheimnis für den menschlichen Verstand unbegreiflich bleibt, gibt es dennoch keinen Grund, es abzulehnen, wie es die liberale Theologie, der Islam und Sekten – wie zum Beispiel die „Zeugen Jehovas“ – tun. Auch ist zu lesen, dass Menschen aus dem gleichen Grund zum Dalai Lama gehen.

Obwohl der Begriff „Dreieinigkeit“ selbst in der Bibel nicht vorkommt, zeigt uns der Artikel „Dreieinigkeit“ aus dem „Handbuch Orientierung: Religionen, Kirchen, Sekten, Weltanschauungen, Esoterik“, Herausgeber: Arbeitsgemeinschaft für Religiöse Fragen (A.R.F.), dass mehrere Schriftstellen das Faktum der Dreieinigkeit bezeugen.

Download Artikel \“Dreieinigkeit\“

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„Schwierig, aber schön“

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Die Flamme der heiligsten Dreifaltigkeit Gott bleibt uns immer ein Geheimnis. Als wir Kinder waren, brachte eines Tages unser Kaplan drei Kerzen mit in den Religionsunterricht, entzündete sie und hielt zwei davon so an die dritte, dass sie Dochte sich berührten. Dann fragte er uns: „Wie viele Flammen sind das?“ – „Drei“, sagten einige von uns, „denn jede Kerze brennt.“ „Nein“, meinten die anderen, „wir sehen nur ein Licht, die drei Flammen gänzlich ineinander.“ Es war ein Bild der Heiligsten Dreifaltigkeit: Gott lebt in drei Personen, aber sie sind eins, es gibt nur einen Gott. Das Bild ist uns im Gedächtnis geblieben, aber auch der Eindruck, dass es sich hier um etwas Unbegreifliches handelt.

Aus: „Der Glaube ist schön“, ein katholischer Familien-Katechismus, von Winfried Henze. Verlag Bernward/Hildesheim, bzw. Bernward bei Don Bosco/München.

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Eine Stunde mit IHM

Eucharistische Anbetung
mit Lobpreisliedern
Eine Stunde mit Jesus:
„Er schaut mich an – ich schaue IHN an“

Ort: Heilig-Kreuz-Kirche,
Hochstraße 34,
78048 VS-Villingen.

Nächster Termin:
Freitag, 12. Januar 2018, 20 Uhr
Kontakt: heinzernst@jesus.de
Telefon: 01523 362 5939

Klarstellung

Jesus is the LORD – Charismatiker zu Pfingsten in Rom

Franziskus über Gericht, Teufel, Verdammnis

ABDUL: Allah, Buddha oder Jesus? Führen alle Wege zu Gott?

Das Erbarmen unseres Herrn

Komm Schöpfer Geist

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