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Category Archives: Bibelauslegung

Tag für Tag mit Gott

„Da Jesus Christus zu einem unsterblichen Leben in Herrlichkeit auferstanden ist, müssen auch wir (mit den Worten des Apostels Paulus in Röm 6,4), zu einem unsterblichen Leben in Gnade auferstehen, mit dem festen Vorsatz, in Zukunft nie mehr dem geistigen Tod der Seele erliegen zu wollen.“ – Pater Pio über den Ostertag, Epistolario4, Nr. 18

Wahrhaft gegenwärtig

Islam: Info für Christen

Jesus: höchster Name!

Ökumene

Ein neues Pfingsten?

Kommt eine Erweckung?

„Betet und wacht“ – Gedanken zu Lukas 21,34-36

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<Betet und wacht>, ist ein Gebot Jesu, der will, dass das Gebet mit der Wachsamkeit vereint sei, damit du immer wachend mit Liebe betest. – Don Pierino Galeone, Gründer der Gemeinschaft Servi della Sofferenza (Diener des Leidens).
Jesus in Lk 21: Nehmt euch in Acht, dass Rausch und Trunkenheit und die Sorgen des Alltags euch nicht verwirren und dass jener Tag euch nicht plötzlich überrascht, so wie man in eine Falle gerät; denn er wird über alle Bewohner der ganzen Erde hereinbrechen. Wacht und betet allezeit, damit ihr allem, was geschehen wird, entrinnen und vor den Menschensohn hintreten könnt.

Jesus nennt hier Rausch, Trunkenheit und die Sorgen des Alltags in einem Atemzug als Faktoren, die uns zum Verhängnis werden können. Der Heilige Paulus drückt das im Epheser-Brief so aus:

  • Achtet also sorgfältig darauf, wie ihr euer Leben führt, nicht wie Toren, sondern wie Kluge!
  • Nutzt die Zeit, denn die Tage sind böse.
  • Darum seid nicht unverständig, sondern begreift, was der Wille des Herrn ist!
  • Berauscht euch nicht mit Wein – das macht zügellos – , sondern lasst euch vom Geist erfüllen!
  • Lasst in eurer Mitte Psalmen, Hymnen und geistliche Lieder erklingen, singt und jubelt aus vollem Herzen dem Herrn!
  • Sagt Gott, dem Vater, jederzeit Dank für alles im Namen unseres Herrn Jesus Christus!

<Friede ist allweg in Gott – denn Gott ist der Friede>. – Bruder Klaus

LK 19,41-44: Als Jesus Jerusalem näher kam und die Stadt sah, weinte er über sie und sagte: Wenn doch auch du an diesem Tag erkannt hättest, was Frieden bringt. Jetzt aber ist es vor deinen Augen verborgen. Denn es werden Tage über dich kommen, in denen deine Feinde rings um dich einen Wall aufwerfen, dich einschließen und von allen Seiten bedrängen. Sie werden dich und deine Kinder zerschmettern und keinen Stein in dir auf dem andern lassen, weil du die Zeit deiner Heimsuchung nicht erkannt hast.

Ja, wenn doch jeder Mensch erkennen würde, was seinem ewigen Heil dient, was ihm schon jetzt den inneren Frieden bringt. Beten wir für alle, die Gefahr laufen, ihre Heimsuchung durch Unglauben, Rausch und Alltagssorgen zu verpassen. – HJE

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„Suchet zuerst das Reich Gottes…

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…und seine Gerechtigkeit und alles andere wird euch dazu gegeben.“ Zum zweiten Mal kurz hintereinander wies mich der Heilige Geist auf diese Stelle aus dem Matthäus-Evangelium hin (Mt 6,33). Das bedeutet für mich zweierlei: Tatsächlich den eigenen Auftrag als Christ in dieser Welt an die erste Stelle zu setzen und gleichzeitig die eigene Sorge um benötigte Mittel für Projekte und Vorhaben abzugeben. „Euer himmlischer Vater weiß ja, dass ihr das alles braucht!“ – Jesus weist auch auf die Kraft des Betens hin: „Bittet, und es wird euch gegeben werden.“

Marykutty, einer Inderin, die sechs Millionen Kindern und Jugendlichen von Jesus erzählt hat, berichtet, wie mächtig besonders das Gebet von Kindern ist. Marykutty organisierte regelmäßig Familieneinkehrtage: „Eines Tages kamen Fernsehleute, keine Christen, in die Schule, wo gerade eine Einkehr für die Kleinsten im Gange war. Einer der Männer ging zum Pult, riss das Mikrofon an sich und stellte die Kinder aggressiv zur Rede. Was da vorgehe? Ich wurde sofort verständigt. Es sei eine äußerst ungute Situation, die Medienleute hätten sich auch massiv gegen die Schulleitung geäußert. Mir fiel das Bibelwort ein, dass das Gebet der Kleinsten mächtig sei und Feinde in die Flucht schlagen kann. Also holte ich die zwei Kleinsten, zwei und vier Jahre alt – und ihr Gebet änderte die Situation schlagartig. Kaum hatten die Kleinen ihr Halleluja und Jesus zu beten begonnen – nicht einmal eine Minute, packten die Fernsehleute kommentarlos alles ein und suchten das Weite.“ – Wenn kleine Kinder in all unseren Familien beten und Gott loben würden, geschähe nicht soviel Schreckliches auf der Welt, versicherte sie.

Anmerkung: Wenn die Eltern nicht beten, werden es auch die Kinder nicht tun. Also: Beten, Anbetung ohne Ende ist für alle notwendig – „Lebt im ständigen Gebet und Flehen; und betet allezeit im Geiste“ sagt der Heilige Paulus (Epheser 6,18).  – HJE

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„Denn in Christus ward alles erschaffen“

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Paulus schreibt: Christus, ist das Haupt seines Leibes, der Kirche. Er ist das Bild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene vor aller Schöpfung. Denn in ihm wurde alles erschaffen, im Himmel und auf Erden, das Sichtbare und das Unsichtbare …. alles ist durch ihn erschaffen, durch ihn und auf ihn hin. Und er ist vor allem, und alles hat in ihm Bestand (vgl. Kol. 1,15-17). Er ist also der Schöpfer aller Dinge.

Aktuell stritten zwei evangelische Theologen in der württembergischen Landeskirche um die Segnung von gleichgeschlechtlichen „Ehen“ – (Quelle: Interview des „Schwarzwälder Boten“ vom 12. Juli 2017). Darin behauptet Matthias Hestermann, der zur Gruppe „Offene Kirche“ gehört: „Auch Jesus wusste nicht, dass es nicht nur Mann und Frau gibt und dass Homosexualität eine natürliche Veranlagung ist. Die Kirche ist in der Geschichte nicht gut gefahren, wenn sie sich naturwissenschaftlichen Erkenntnissen verschlossen hat. Heute ist klar, dass Homosexualität nichts mit Sünde zu tun hat. Wenn zwei Personen füreinander Liebe empfinden, lebenslang Verantwortung übernehmen und dafür Gott um seinen Segen bitten wollen, warum sollte die Kirche diesen verweigern?“

Sein Kontrahent, Clemens Hägele vom Albrecht-Bengel-Haus in Tübingen antwortete: „Wenn man das Verbot der Homosexualität im Alten und im Neuen Testament so außer Kraft setzt wie Sie, öffnet man dem Relativismus Tür und Tor. Was ist dann überhaupt noch aus der Bibel sicher? – Antwort: Ich will keineswegs maßstabslos alles aus der Bibel über Bord werfen. Für mich ist die Orientierung an Christus für den Umgang mit solchen wenigen Stellen entscheidend.“

Kommentar: Sollte der Schöpfer aller Dinge seine Geschöpfe nicht kennen? Sollte dem ‘Erstgeborenen vor aller Schöpfung’ etwas verborgen geblieben sein? Was im Alten Testament in den Augen des Herrn eine Schandtat war, kann im Neuen Testament nicht einfach gottgefälliges Tun sein. „Du darfst mit einem Manne keinen geschlechtlichen Umgang haben, wie mit einer Frau; es wäre ein Greuel.“ (Leviticus 18,22), „Wenn ein Mann sich mit einem anderen Mann vergeht, haben beide Schändliches begangen. Sie sollen mit dem Tod bestraft werden; es lastet Blutschuld auf ihnen.“ (Leviticus 20,13). Jesus kannte selbstverständlich die Bücher Mose und hat keineswegs die Gebote aufgehoben. „Meinet nicht, ich sei gekommen, das Gesetz und die Propheten aufzulösen. Ich bin nicht gekommen aufzulösen, sondern zu erfüllen…“ (Matthäus 5,17) Bekanntlich wollte Jesus für die Ehebrecherin keine Todesstrafe – was auch für sexuelle Verfehlungen galt und noch gilt. Er sagte aber: „Geh, und sündige nicht mehr!“

Wer wie Matthias Hesemann behauptet, sich an Christus orientieren zu wollen, sollte seine vorgefasste Meinung über das, was der Schöpfer weiß oder nicht weiß, loslassen. Es gibt auch keinen wissenschaftlichen „Beweis“ für die angebliche Natürlichkeit dieser Veranlagung.- HJE

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„Ehe für alle“ – gottgefällig?

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Das Netzwerk „Bibel und Bekenntnis“ empfiehlt nach der Entscheidung des Deutschen Bundestages zur „Ehe für alle“  Pfarrern und Predigern, möglichst bald eine persönliche Erklärung in Gottesdiensten und anderen Gemeindeversammlungen abzugeben. Sie könnte folgendermaßen lauten:

„Aus aktuellem Anlass möchte ich als Pfarrer / Prediger dieser Gemeinde / Gemeinschaft, der für die Bewahrung der christlichen Lehre verantwortlich ist, etwas klar stellen. Der Deutsche Bundestag hat entschieden, dass auch homosexuelle Paare die Ehe schließen können. Dieser Beschluss widerspricht dem biblischen Verständnis der Ehe, die nach Gottes Willen und Stiftung eine Verbindung zwischen Mann und Frau ist. Die Paarung zwischen Mann und Mann und Frau und Frau widerspricht dem Willen Gottes. Sie führt zum Ausschluss aus dem Reich Gottes, erklärt der Apostel Paulus – siehe 1. Korinther 6,9. Deshalb ist das neue Eheverständnis für unseren Glauben, unser Lehren und Handeln als christliche Gemeinde ungültig und nicht maßgebend. Gerne kann ich Ihnen dazu im persönlichen Gespräch Näheres mitteilen.“

30. Juni 2017
Ulrich Parzany, Vorsitzender des Netzwerks Bibel und Bekenntnis

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Das lebendige Wasser – die wahren Anbeter

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Jesus mit der samaritischen Frau am Jakobsbrunnen. – Gedanken zum Sonntags-Evangelium des 19. März 2017 – Johannes 4,5-42.

Jesus zu der Frau: „Wer von diesem Wasser trinkt, wird wieder Durst bekommen; wer aber von dem Wasser trinkt, das ich ihm geben werde, wird niemals mehr Durst haben; vielmehr wird das Wasser, das ich ihm gebe, in ihm zur sprudelnden Quelle werden, deren Wasser ewiges Leben schenkt.“

Bei Johannes heißt es an anderer Stelle: „Am letzten Tage, dem großen des Festes, aber stand Jesus da und rief laut aus: „Wen dürstet, der komme zu mir, und es trinke, wer an mich glaubt; wie die Schrift* sagt: Ströme des lebendigen Wassers werden aus seinem Leibe fließen.“ Das aber sagte er von dem Geist, den sie empfangen sollten. Denn der Geist war noch nicht da, weil Jesus noch nicht verherrlicht war.

*Jesus bezog sich auf den Propheten Jesaja, bei dem es in Kapitel 55,1.3 heißt: Wohlan, ihr Dürstenden, kommt zum Wasser! Die ihr kein Geld habt, kommt ohne Geld, kauft Getreide und esst ohne Bezahlung Wein und Milch …neigt euer Ohr und kommt zu mir! Höret, und eure Seele wird leben. Oder Psalm 36,9-10: Vom Marke deines Hauses werden sie satt, du tränkest sie aus dem Strom deiner Wonnen. Denn bei dir ist die Quelle des Lebens.

Joh 4,23-24: Aber die Stunde kommt, und sie ist schon da, zu der die wahren Anbeter den Vater im Geist und in der Wahrheit anbeten werden. Denn der Vater sucht solche Anbeter. Gott ist Geist, und die anbeten, müssen im Geist und in der Wahrheit anbeten.“

Durch den Glauben an Jesus Christus und durch die Taufe werden wir zu Söhnen und Töchtern des himmlischen Vaters. Gal 4,6: Weil ihr aber Söhne (und Töchter) seid, sandte Gott den Geist seines Sohnes in unser Herz, den Geist, der ruft: Abba, Vater. Wir beten Gott unseren Vater in rechter Weise im Heiligen Geist und in der Wahrheit (= Jesus Christus) an. – HJE 

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Gutes tun, solange Zeit ist

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Immer wieder ist von Theologen zu hören, dass es wohl eine Hölle gebe, diese aber leer sei, weil Gott es nicht zulasse, jemanden ewig zu verdammen. Das heißt dann doch im Klartext: Alle kommen in den Himmel, gleichgültig, was sie Gutes oder Böses getan haben, ob sie Glauben an Gott haben oder nicht, ob sie ihr böses Tun erkennen und Gott um Verzeihung bitten oder nicht (bei einem plötzlichen Tod gibt es dazu keine Gelegenheit). Was sagt Jesus selbst, was sagen die Apostel und was ist Lehre der Kirche?

Heute am 25. Sonntag im Jahreskreis trug ich die beiden Lesungen vor dem Evangelium vor. In der alttestamentlichen Lesung prangert der Prophet Amos die Selbstsicheren und Sorglosen an, die das Leben in vollen Zügen genießen, ohne sich Gedanken über Katastrophen in ihrer Umgebung zu machen. Der Prophet warnt zum Schluß: Das Fest der Faulenzer ist vorbei!

In der folgenden neutestamentlichen Lesung gibt der Apostel Paulus dem Timotheus (ein Bischof in der jungen Kirche) ein eindringliches Gebot im Namen Gottes:
Strebe unermüdlich nach Gerechtigkeit, Frömmigkeit, Glauben, Liebe, Standhaftigkeit und Sanftmut.
Kämpfe den guten Kampf des Glaubens, ergreife das ewige Leben, zu dem du berufen worden bist und für das du vor vielen Zeugen das gute Bekenntnis abgelegt hast.
Ich gebiete dir bei Gott, von dem alles Leben kommt, und bei Christus Jesus, der vor Pontius Pilatus das gute Bekenntnis abgelegt hat und als Zeuge dafür eingetreten ist:
Erfülle deinen Auftrag rein und ohne Tadel, bis zum Erscheinen Jesu Christi, unseres Herrn, das zur vorherbestimmten Zeit herbeiführen wird der selige und einzige Herrscher, der König der Könige und Herr der Herren,der allein die Unsterblichkeit besitzt, der in unzugänglichem Licht wohnt, den kein Mensch gesehen hat noch je zu sehen vermag: Ihm gebührt Ehre und ewige Macht. Amen.

Im Evangelium des Tages (Lk 16,19-31) spricht Jesus von dem reichen Mann, der sein Leben in vollen Zügen genoss (siehe auch die Kritik des Propheten Amos in der ersten Lesung) und dem Armen namens Lazarus vor der Tür des Reichen.
Nach dem Tode der beiden kehren sich im Jenseits die Verhältnisse um: Der Arme wird in ‚Abrahams Schoß‘ getröstet, der Reiche muß qualvolle Schmerzen erdulden. Der Hilferuf des Reichen an Abraham wird so beantwortet: „Mein Kind, denk daran, dass du schon zu Lebzeiten deinen Anteil am Guten erhalten hast, Lazarus aber nur Schlechtes. Jetzt wird er dafür getröstet und du musst leiden. Außerdem ist zwischen uns und euch ein tiefer, unüberwindlicher Abgrund“, (so dass Hilfe nicht möglich ist).
Eine wichtige Folgerung aus dieser von Jesus vorgetragenen Lehre ist die, dass unser begrenztes irdisches Leben über unser ewiges Geschick entscheidet. Der reiche Prasser kann nicht ein neues Leben auf Erden führen, um sein Fehlverhalten zu korrigieren, sondern leidet als Strafe qualvolle Schmerzen. Was Jesus hier mit einer Erzählung schildert, bringt der Hebräerbrief folgendermaßen auf den Punkt: Es ist dem Menschen „bestimmt, ein einziges Mal zu sterben, worauf dann das Gericht folgt“ (Hebr 9,27). Ausgeschlossen ist damit die Reinkarnation (also keine zweite oder weitere Chance für ein besseres Leben). Wir haben nur ein Leben zur Verfügung, in dem sich unser Geschick für immer entscheidet. Diese Tatsache verleiht jedem Augenblick unseres Lebens auf Erden einen ungeheuren Wert.
Bibelstellen wie die vom reichen Prasser und dem armen Lazarus setzen voraus, dass bereits nach dem Tode ein Gericht über jeden einzelnen Menschen erfolgen muss, denn sie erfahren Lohn oder Strafe bereits vor dem Weltgericht und vor der Wiederkunft Christi. Auf dieses „besondere Gericht“ scheint sich der Hebräerbrief zu beziehen (siehe oben). Das allgemeine Gericht macht für alle Menschen öffentlich, was bereits für den Einzelnen beim besonderen Gericht entschieden worden ist.
Das Wort Jesu an einen seiner Mitgekreuzigten „noch heute wirst du mit mir im Paradiese sein“ weist ebenfalls auf eine dem Tode folgende unmittelbare Entscheidung über das Schicksal des Einzelnen durch Jesus Christus hin.
Gutes tun, solange Zeit ist! Der Tod kommt für viele wie ein Dieb in der Nacht.
Entscheidend für uns Glaubende ist es, immer die Gegenwart unseres Herrn im Blick zu haben, ebenso die Nöte unserer Nächsten, hier bei uns oder auch in Ländern, in denen unsere Glaubensgeschwister bedrängt, verfolgt und getötet werden. Es geht nicht allein um materielle Hilfe; wir sollen die Werke der leiblichen und geistlichen Werke der Barmherzigkeit praktizieren. – HJE
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Das Kreuz Christi steht im Zentrum unseres Glaubens

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Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht zugrunde geht, sondern das ewige Leben hat“ (Joh 3,16). Es geht um das Kreuz Christi, für Juden ein Ärgernis, im Koran wird es geleugnet (nicht Jesus, sondern ein anderer ist am Kreuz gestorben). Für die Aufgeklärten und Klugen ist es eine Torheit.

Was sagt die Heilige Schrift?

Denn das Wort vom Kreuz ist denen, die verloren gehen, Torheit; uns aber, die gerettet werden, ist es Gottes Kraft. 1Kor 1,18
Wo ist ein Weiser? Wo ein Schriftgelehrter? Wo ein Wortführer in dieser Welt? Hat Gott nicht die Weisheit der Welt als Torheit entlarvt? 1Kor 1,20
Denn da die Welt angesichts der Weisheit Gottes auf dem Weg ihrer Weisheit Gott nicht erkannte, beschloss Gott, alle, die glauben, durch die Torheit der Verkündigung zu retten. 1Kor 1,21
Wir dagegen verkündigen Christus als den Gekreuzigten: für Juden ein empörendes Ärgernis, für Heiden eine Torheit, 1Kor 1,23
Der irdisch gesinnte Mensch aber lässt sich nicht auf das ein, was vom Geist Gottes kommt. Torheit ist es für ihn, und er kann es nicht verstehen, weil es nur mit Hilfe des Geistes beurteilt werden kann. 1Kor 2,14
Denn die Weisheit dieser Welt ist Torheit vor Gott. In der Schrift steht nämlich: Er fängt die Weisen in ihrer eigenen List. 1Kor 3,19
Das Fest Kreuzerhöhung (exaltatio crucis) das in Jerusalem seit dem  vierten Jahrhundert bezeugt wird, feiert die römische Kirche seit dem siebten Jahrhundert (am 14. September). In der Bezeichnung ‚Erhöhung‘ wird das Kreuz als Siegeszeichen gesehen, weil Jesus am Kreuz den Tod besiegt und uns erlöst hat.
Die Heilig-Kreuz-Gemeinde in Villingen-Schwenningen begeht jährlich am Sonntag nach dem 14. September ihr sogenanntes Titularfest („Heilig Kreuz“). Diesmal (am 18. September) war Pater Peter Bretfoto-pater-peterzinger aus Ecuador als Zelebrant der heiligen Messe und Prediger zu Gast. Er gehört zur geistlichen Gemeinschaft Communio Sanctorum. Pater Peter erläuterte in seiner Predigt eindrucksvoll, wie Jesus am Kreuz das tödliche Gift der Sünden aller Menschen aufgesogen und so die Heilung und  Rettung ermöglicht hat. – HJE
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Verfolgung und Verkündigung – Zeichen Seiner Ankunft…

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Was läuft hier falsch? Schon wieder eine Schreckensmeldung – diesmal aus Pakistan. Zwei christliche Kirchen – eine katholische und eine protestantische – wurden in Lahore durch Selbstmordattentäter angegriffen. Mindestens 14 Menschen kamen ums Leben, 78 wurden verletzt. Die Taliban bekannte sich zu dem Anschlag und drohte mit weiteren Angriffen. Ihr Ziel ist es, das islamische Religionsgesetz – die Scharia – durchzusetzen.

Um was geht es bei all den aktuellen Konflikten mit religiös motivierter Gewalt wie Terroranschlägen auf Kirchen, Hinrichtungen, Vergewaltigungen – sei es in Nigeria, Syrien, im Nord-Irak, in Tansania und Indien (um nur einige Länder zu nennen) wirklich? In Gottesdiensten bei uns wird beispielsweise um Frieden ‘zwischen den Religionen’ gebetet. Wird sich dadurch etwas ändern? Fragen wir dazu die heilige Schrift. Was hat Jesus angekündigt? Ich zitiere Pfarrer Dr. Gottfried Martens, Berlin, aus seiner Predigt am 18. März 2015: „In allen vier Evangelien kündigt Jesus kurz vor seinem eigenen Leiden und Sterben an, dass denen, die zu ihm gehören, in Zukunft Verfolgung, Anfeindung, Gerichtsverhandlungen, ja der gewaltsame Tod bevorsteht. Ganz deutlich erkennen wir also: Wenn Christen in dieser Welt gerade auch heute Verfolgung zu erleiden haben, dann läuft da nicht irgendetwas falsch, dann erfüllt sich darin, was Christus schon längst zuvor angekündigt hatte. Wir dürfen die Sondersituation, in der wir uns als Christen hier in Deutschland zumindest im Augenblick noch befinden, nicht als Normalsituation ansehen…“

…„alle staatlichen Verfolgungsmaßnahmen können es nicht verhindern, dass sich die christliche Botschaft immer weiter verbreitet, dass immer mehr Menschen von Christus erfahren. Gerade in diesen letzten Tagen habe ich wieder bewegende Geschichten gehört von Brüdern aus Afghanistan, die gerade hier in Deutschland angekommen sind und die aus Afghanistan fliehen mussten, weil sie dort schon Christen geworden waren – in einem Land, in dem es kein einziges christliches Kirchgebäude gibt. Und wenn die Botschaft nicht direkt von Mund zu Mund verbreitet wird, dann eben etwa auch über das Internet. Ja, noch nie in der Geschichte der Menschheit war es möglich, so viele Menschen mit der guten Botschaft durch die verschiedensten Medien zu erreichen, wie dies jetzt der Fall ist…“

„Die Verfolgung von Christen gehört in die Reihe der Zeichen, die uns daran erinnern sollen, dass er, unser Herr, wiederkommt. Die Wiederkunft unseres Herrn wird eben nicht irgendwann einmal überflüssig werden, weil wir Menschen es schon allein geschafft haben, diese Welt in ein Paradies zu verwandeln. Sondern all die so bedrückenden Nachrichten von der Verfolgung von Christen auf der ganzen Welt, die uns hier in unserer Gemeinde in so besonderer Weise nahegebracht werden, sollen uns dazu bewegen, immer wieder neu mit besonderem Nachdruck und besonderer Sehnsucht zu rufen: Amen, ja, komm, Herr Jesu! Bereite du selbst diesen Verfolgungen ein Ende, lass bald den Tag kommen, an dem einmal alle Menschen ohne Ausnahme anbetend vor dir niederfallen werden – und hilf uns, dass wir einmal nicht voller Schrecken, sondern voller Freude dich anbeten werden und über unsere Erlösung jubeln werden! Ja, unser Herr kommt. Darum ist es nicht vergeblich, ihm treu zu bleiben, ja, für ihn auch auf vieles zu verzichten. Wir haben eine wunderbare Hoffnung – und diese Hoffnung sollen und dürfen wir all denen bezeugen, die davon noch nichts wissen. Wir wissen nicht, wieviel Zeit uns noch bleibt. Aber wir kennen den, der kommt. Denn wir begegnen ihm immer wieder auch in den Gestalten von Brot und Wein im Heiligen Mahl*. – Rufen wir darum zu ihm immer wieder neu für all unsere verfolgten Brüder und Schwestern. – „Deinen Tod, o Herr, verkünden wir, und deine Auferstehung preisen wir – bis du kommst in Herrlichkeit!“ Amen – >>>Download Predigttext

*und in der eucharistischen Anbetung (katholisch)

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Der wahre Tempel

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Wißt ihr nicht, dass ich in dem sein muss, was meines Vaters ist?

Lukas berichtet uns im 2. Kapitel, V 41 bis 52 über den zwölfjährigen Jesus, den seine Eltern im Tempel suchten. Dazu schreibt der Kirchenvater Origenes:

Mein Herr Jesus wurde geboren, und seine Eltern gingen hinauf nach Jerusalem, um auszuführen, was im Gesetz vorgeschrieben war, und sie brachten für ihn “ein paar Turteltauben oder zwei junge Tauben dar” (Lk 2,24)….Als Jesus aber zwölf Jahre alt war, blieb er in Jerusalem zurück. Seine Eltern, die davon nichts wußten, suchten ihn voller Sorge und fanden ihn nicht. Sie suchten ihn bei den Verwandten, sie suchten ihn in der Reisegesellschaft, sie suchten bei den Bekannten, und bei all diesen fanden sie ihn nicht. Jesus wurde also von seinen Eltern gesucht, von seinem Vater, der sein Nährvater und sein Begleiter war, als er nach Ägypten hinabging, und dennoch wurde er nicht sofort gefunden. Denn Jesus wird nicht bei Verwandten und dem Fleische nach Nahestehenden gefunden. Mein Jesus ist in der Gesellschaft der vielen nicht zu finden.

Merke dir jetzt, wo die Suchenden Jesus schließlich fanden, damit auch du ihn findest, wenn du ihn zusammen mit Josef und Maria suchst. Als sie ihn suchten, heißt es, fanden sie ihn im Tempel (Lk 2,46) Nirgendwo anders als im Tempel, und auch im Tempel fanden sie ihn nicht einfach so, sondern ‘mitten unter den Lehrern’. Er hörte ihnen zu und fragte sie.

Suche also auch Du Jesus im Tempel Gottes, suche ihn in der Kirche, suche ihn bei den Lehrern, die im Tempel sind und diesen nicht verlassen. Wenn du ihn so suchst, wirst du ihn finden.” Soweit Origenes.

Aber, so frage ich, sind unseren Kirchengebäude der Tempel, den Jesus wirklich meint? Wir erinnern uns zunächst an die Stelle in Joh 2,19  :“Reißt diesen Tempel nieder, und ich werde ihn in drei Tagen wieder aufrichten”. Er aber meinte den Tempel seines Leibes. Jesus wußte bereits, dass der Jerusalemer Tempel im Jahre 70 nChr durch die Römer zerstört werden sollte. Bis heute ist der Tempel nicht wieder aufgebaut.

Wo also ist der Tempel heute? Darüber geben uns der Apostel Paulus und Jesus selbst Auskunft: Apg 17,24: Paulus: „Gott, der die Welt erschaffen hat und alles in ihr, er, der Herr über Himmel und Erde, wohnt nicht in Tempeln, die von Menschenhand gemacht sind.“

Also wo denn? 1Kor 3,16 „wisst ihr nicht, dass ihr Gottes Tempel seid und der Geist Gottes in euch wohnt?“ 1Kor 6,19: „Oder wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des Heiligen Geistes ist, der in euch wohnt und den ihr von Gott habt? Ihr gehört nicht euch selbst.“

Jesus selbst sagt uns im Johannes-Evangelium: Joh 14,23: „Wenn jemand mich liebt, wird er an meinem Wort festhalten; mein Vater wird ihn lieben und wir werden zu ihm kommen und bei ihm wohnen.“

Der dreifaltige Gott wohnt in jedem Menschen, der Jesus liebt und die Gebote des Vaters befolgt – ein Kind Gottes lebt also in der dreifaltigen Beziehung seines Schöpfers. In der heiligen Messe kommt das so zum Ausdruck: Der Priester ruft den heiligen Geist auf die Gaben von Brot und Wein herab, damit jener sie in Leib und Blut Jesu wandle.

Der Vater in mir weckt das Verlangen, mich mit seinem Sohn in der heiligen Kommunion zu vereinen. “Geh’ zu ihm!” (“Niemand kann zu mir kommen, es sei denn, der Vater zieht ihn” (Joh 6,44) Und Jesus: “Komm zu mir”, ich will eins sein mit dir, wie ich mit dem Vater eins bin.

Durch diese Vereinigung soll ich – zusammen mit allen Brüdern und Schwestern – dem Bild des Sohnes immer ähnlicher werden. Der Sohn ist ja gleichzeitig das Haupt des einen Leibes Christi, an dem jeder einzelne von uns ein Glied ist.

Wenn Jesus im Evangelium sagt: “Wußtet ihr nicht, dass ich in dem sein muß, was meines Vaters ist?”, dann meint Jesus heute nicht einen steinernen Tempel, sondern die lebendigen Tempel, nämlich die Herzen der Kinder Gottes. Suche Jesus also zuerst in Deinem Herzen. – HJE

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Einladung zum Vortrag: „Gottes Wort in Menschenwort“

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Zum Jahr des Glaubens bietet Pastoralreferent Martin Lienhart eine Vortragsreihe zur Vertiefung wesentlicher Inhalte des katholischen Glaubens an.

Am Montag, 13. Mai 2013 geht es um das Buch der Bücher, Die Bibel: Das Thema lautet: „Wege zu einem tieferen Verständnis der heiligen Schrift als Gottes Wort in Menschenwort“.

Neben kurzweiligem Vortrag und Videoeinspielung wird es die Möglichkeit zu Gespräch und Austausch geben.

Ort: Fidelisheim, 78050 VS-Villingen, Romäusring 20, Beginn 20.00 Uhr.

Mehr Info: Tel.: 07721 9169547,oder eMail: martin.lienhart@kath-kirche-villingen.de

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Keine „Neuerfindung der Kirche“

Eine Stunde mit IHM

Eucharistische Anbetung
mit Lobpreisliedern
Eine Stunde mit Jesus:
„Er schaut mich an – ich schaue IHN an“

Ort: Heilig-Kreuz-Kirche,
Hochstraße 34,
78048 VS-Villingen.

Nächster Termin:
Freitag, 21. Juni 2019, 20 Uhr
Kontakt: heinzernst@jesus.de
Telefon: 01523 362 5939

Das Erbarmen unseres Herrn

„24 Stunden für den Herrn“

Heute mehr Märtyrer als in den ersten Jahrhunderten

ABDUL: Allah, Buddha oder Jesus? Führen alle Wege zu Gott?

Jesus is the LORD – Charismatiker zu Pfingsten in Rom

Komm Schöpfer Geist

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