Die “Hausaufgaben” des Heiligen Geistes

“Wenn es selbst Jünger gab, die es nach Jahren noch nicht begriffen hatten, dann sollten auch wir die Geduld nicht aufgeben und hoffen, dass der Heilige Geist seine Hausaufgaben macht und den Menschen Gott und Jesus offenbart.” – Zitat des früheren CDU-Landtagsabgeordneten Rudolf Decker (Böblingen), der seit 30 Jahren am Nationalen Gebetsfrühstück in Washington teilnimmt. Bei seinem ersten Besuch dort in 1979 erfuhr er, dass die Amerikaner 20 Jahre lang dafür gebetet hätten, dass in Deutschland etwas ähnliches entsteht.

Das Gebet wurde erhört – der Heilige Geist wirkte diesbezüglich in deutschen Landen: Bereits in acht Landtagen gibt es Frühstückstreffen. Im Bundestag findet in den Sitzungswochen jeden Donnerstag ein Gebetsfrühstück statt, das regelmäßig 20 bis 30 Abgeordnete aus allen Fraktionen und mit unterschiedlichem geistlichen Hintergrund besuchen. Außerdem gibt es einmal im Jahr die Internationale Berliner Begegnung – eine dem Gebetsfrühstück in Washington vergleichbare, wenn auch deutlich kleinere Veranstaltung. Ziel ist es dort unter anderem auch, politische Gegner oder Vertreter verfeindeter Volksgruppen aus Afrika oder Südamerika an einen Tisch zu bringen.

Zurück nach Washington: Diesmal kamen mehr als 3000 Führungskräfte aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Religion. Nicht nur Christen – auch Juden, Moslems, Hindus und Atheisten. Man fragte nicht: “Bist du katholisch oder evangelisch? Bist du Moslem oder Hindu?”, sondern man fragte: Interessierst du dich für Jesus?”

Im Namen Jesu. Gemeinsam beten im Namen Jesu – was bei der bunten Zusammensetzung der Teilnehmer als nicht selbstverständlich erscheint – wird beim Nationalen Gebetsfrühstück in Washington einfach praktiziert. An jedem Tisch sitzen zehn Gäste mit ganz unterschiedlichem kulturellen und religiösen Hintergrund. Aber kontroverse Diskussionen gibt es nicht. Man betet zusammen – im Namen Jesu. (Entnommen aus: “Wir bezeugen einfach Jesus”, ideaSpektrum 6/2010).

Dies deutet darauf hin, dass nur der Herr selbst die Einheit schaffen kann und am Ende schaffen wird, wenn auch auf eine andere Art als die, in der sich die christlichen Konfessionen mehr oder weniger vergeblich bemühen. Kann es der Einheit dienen, wenn protestantische Gemeinschaften Frauen ordinieren, auch wenn die zweitausend Jahre alte Tradition dagegen spricht und Jesus selbst nur Männer als Apostel eingesetzt hat? Kann es richtig sein, dass Protestanten immer noch etwas von Rom fordern? Müssten sie nicht vielmehr überlegen, ob es noch eine reale Grundlage dafür gibt, Protestant zu sein? Auch die römische Kirche ist gefordert: auch sie muss sich fragen, ob sie mit ihrem Tun der Einheit noch im Wege steht. Dies hat der Vorgänger von Benedikt XVI., Johannes Paul II., in seiner Enzyklika “Ut unum sint” (Das alle eins seien) bereits getan – er war um der Einheit willen auch bereit, über das Amt des Papstes einen (kritischen) Dialog zu führen. – Ein Ansatzpunkt dabei ist immer noch, die Notwendigkeit eines Petrusamtes (Leitungsamt) nicht außer acht zu lassen.

Vor dem Hintergrund der Bedrängnis und Verfolgung in vielen Ländern ist es – unabhängig vom Petrusamt – unerlässlich, dass alle Christen die “gleiche Sprache” sprechen und als Glieder des einen Leibes Christi leben und handeln. Was in den Ländern der Verfolgung (zum Beispiel Indien) bereits so, zumindest im Ansatz, praktiziert wird (denn die Verfolger unterscheiden nicht nach Katholiken und Protestanten), das ist bei uns im Westen überfällig. Gerade auch im Hinblick auf den “Dialog”mit anderen Religionen, wie besonders dem Islam, ist es wichtig, mit einer Stimme zu sprechen. Oder, wenn wir bei uns die Verfolgungssituation der Christen weltweit betrachten, sollten wir das Schriftwort beherzigen: “Wenn ein Glied leidet, leiden alle mit (1. Korintherbrief 12,26)”: Wenn ein Protestant um seines Glaubens willen verfolgt wird, kann das einem Katholiken nicht gleichgültig sein – und umgekehrt.

Wir können immer wieder feststellen, dass der Heilige Geist seine “Hausaufgaben” macht, obwohl das Handeln einzelner Christen, christlicher Gemeinschaften oder Kirchen nicht im Einklang mit seinem Wirken steht. Oft muss es leider erst eine Verfolgungssituation sein, die die unterschiedlichen Gruppierungen wachrüttelt.

Heinz Josef Ernst

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Das wahre Licht kam in die Welt

Der Apostel und Evangelist Johannes schreibt: “Das wahre Licht, das jeden Menschen erleuchtet, kam in die Welt [in Jesus dem Christus]. Er kam in Sein Eigentum (gemeint ist wahrscheinlich das jüdische Volk), aber die Seinen nahmen ihn nicht auf. Allen aber, die ihn aufnahmen (Anmerkung: und heute aufnehmen), gab (gibt) er Macht, Kinder Gottes zu werden, allen, die an seinen Namen glauben, die nicht aus dem Willen des Fleisches, nicht aus dem Willen des Mannes, sondern aus Gott geboren sind.”

Wer sind die, die IHN heute aufnehmen? Ist nicht das sogenannte christliche Abendland Sein Eigentum und sind es darin nicht immer weniger, die IHN willkommen heißen und aufnehmen, und immer mehr, die IHN sogar verlassen?

Aber das wahre Licht leuchtet weiter - im fernen Osten, in China, wo das Christentum trotz Bedrängnis stark wächst; es leuchtet bei den Muslimen: In einem Artikel der Zeitschrift “Vision 2000″ heißt es: “Weltweit ereignet sich eine Übertrittswelle von Muslimen zum Christentum. Durch freikirchliche Missionswerke, andere christliche und katholische Initiativen wird Muslimen in vielen Ländern die Botschaft von Jesus Christus gebracht.”

Der Autor, Victor Keglevitch, schreibt: “Man weiß, dass zum Beispiel die Fernsehsendungen des koptischen Priesters Zakaria Botros (www.fatherzakaria.net) durch ihre hervorragend begründete Kritik an den islamischen Bekenntnistexten Koran und Hadith in der islamischen Welt eine enorme Verunsicherung auslösen und viele Bekehrungen verursachen. Weil aber das Verlassen des Islam nach der Scharia ein todeswürdiges Verbrechen ist und daher in einigen Ländern (Saudi-Arabien und Iran z. B.) auch offiziell mit der Todesstrafe belegt ist, muß die Taufe in den meisten Fällen geheim durchgeführt werden.

Nur wenige Übertritte zur Kirche können so öffentlich gefeiert werden wie die Taufe des Journalisten Cristiano Magdi Allam, Redakteur der italienischen Tageszeitung Corriere della Sera durch Papst Benedikt XVI. zu Ostern 2008 im Petersdom.

Einige islamische Regimes haben die Gesetze gegen die Bekehrung in den letzten Jahren massiv verschärft und spionieren systematisch den Übertrittswilligen nach. Denn die Angst ist groß, daß die moslemischen Völker ihre geistige und politische Tyrannei abschütteln könnten.

In der gesamten islamischen Welt werden getaufte Ex-Moslems von ihrer Familie oder der Gesellschaft ausgestoßen, bedroht, ja sogar ermordet. Auch in Europa bekommen Konvertiten Schwierigkeiten von ihren Verwandten, Landsleuten oder anderen Moslems. Übergetretene Moslems werden von der westlichen, angeblich zivilisierten Gesellschaft oft nicht geschützt. Manchen wird sogar der Status des Flüchtlings verweigert. Sie werden in ihre Heimatländer abgeschoben, wo ihnen Gefängnis oder sogar der Tod droht.

Das alles hält aber viele Moslems nicht davon ab, sich von ihrer Religion abzuwenden. Viele haben sich etwa im “Zentralrat der Ex-Muslime Deutschlands” (www.ex-muslime.de) zusammengeschlossen, haben dem Islam abgeschworen, ohne eine andere Religion anzunehmen.

Westeuropäer des Zeitgeistes können oft nicht nachvollziehen, warum Moslems zum Christentum übertreten. Sie verstehen nicht, daß religiöse Fragen für jemanden so wichtig sein können. Selbst nehmen sie ja oft überhaupt nichts ernst, schon gar nicht einen religiösen Glauben. Die Verweltlichung hat eine schlimme geistige Oberflächlichkeit mit sich gebracht. Wer Gott, wer Jesus ist, was die Vergebung der Sünden bedeutet oder die Verdammung, sind für viele heute völlig unwichtige Fragen.

Für gläubige Moslems sind all diese Themen aber sehr wichtig. Von der Beantwortung dieser Fragen hängen Lebensweise, Überzeugungen und Stimmungslage ab. Weil im Koran oft von Gewalt, Strafe, Verdammung und Hölle die Rede ist, ist bei vielen Moslems die ganze Stimmung dunkel gefärbt. Wenn sie nun mit dem Evangelium in Berührung kommen, so hellt sich für sie vieles auf.

Auf die Frage, was sie sich von der Taufe erwarten, kann man manchmal ganz einfach hören: Das ewige Leben. Eine andere Antwort auf die Frage nach den Übertrittsgründen ist, daß es besser sei, die Mitmenschen zu lieben als Ungläubige zu bekämpfen. Man liest seit einigen Jahren auch oft, daß Moslems Jesus im Traum sehen. Manchmal mag das sogar eine echte Vision sein.

Jesus Christus und seine Worte in den Evangelien üben durch ihre Verständlichkeit und Liebe eine große Faszination aus (zum Beispiel die Bergpredigt und die Heilungen). Die Anklagen von Jesus Christus gegen die Pharisäer und Schriftgelehrten lassen sich sehr gut auf so manche Erfahrung mit Mullahs und Muftis übertragen. Die Parallelen sind für Moslems sofort klar.

Viele Moslems fragen sich auch, warum es im Westen politische Freiheit gibt und in ihren eigenen Ländern nicht. Sie begreifen, daß im Islam keine politische Freiheit enthalten ist. In den 1.400 Jahren seines Bestehens hat der Islam ja keinen einzigen Staat frei und demokratisch regiert. (Deswegen warnen Ex-Moslems, Politiker und Kirchenführer vor dem großen Einfluß, den der Islam und islamische Staaten in Europa schon besitzen.)

Islam ist immer Politik. Darum ist die Rede vom “politischen Islam” überflüssig. Konvertiten wissen das. Denn sie haben es selber erlebt. Vorschriften von Mohammed und seinen Nachfolgern sind in vielen Ländern Gesetz. Darum schreibt der Staat oft bis in Kleinigkeiten vor, was man zu tun und zu unterlassen hat.

Diese Bevormundung, verbunden mit Einschüchterung und Willkür, geht vielen auf die Nerven. Sie behindert die persönliche Entfaltung und lähmt den Unternehmergeist in Wirtschaft und Kultur. Viele Konvertiten wissen, daß sie unter islamischen Vorzeichen niemals politische Freiheit erlangen könnten. Mit welchen inneren Kämpfen die Bekehrung geschieht, kann man von außen nicht erkennen. Manchmal geht es sehr schwer, manchmal geht es schnell. Aber die genannten Gründe: Liebe gegen Gewalt, Zuversicht gegen Angst, Freiheit gegen Unterdrückung, sind häufige Motive.

Lob sei Jesus Christus, der in den moslemischen Völkern heute so mächtig wirkt!”

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Zur eigenen Quelle zurückkehren!

Papst Benedikt XVI. schreibt (Kurzfassung):

“An diesem Sonntag der Weltmission (25. Oktober 2009) wende ich mich auch an euch, Brüder und Schwestern des ganzen Gottesvolkes.

Ich ermuntere einen jeden, in sich das Bewußtsein für den Sendungsauftrag Christi „Macht alle Menschen zu meinen Jüngern“ (Mt 28,19) neu zu wecken.
In der Geheimen Offenbarung, dem letzten Buch der Bibel heißt es im Kapitel 21: „Die Völker werden in diesem Licht einhergehen“ (Offb 21,24).

Ziel der Mission der Kirche ist es in der Tat, alle Völker auf ihrem Weg zu Gott mit dem Licht des Evangeliums zu erleuchten, damit sie in Ihm ihre Verwirklichung und ihre Erfüllung finden.

Wir sollen das Verlangen und die Leidenschaft spüren, alle Völker mit dem Licht Christi zu erleuchten, das auf dem Antlitz der Kirche erstrahlt,
damit alle sich unter der liebevollen Vaterschaft Gottes in einer einzigen Menschheitsfamilie versammeln.
In dieser Perspektive arbeiten die Jünger Christi über die ganze Welt verstreut, sie mühen sich ab, sie stöhnen unter der Last des Leids und geben das Leben hin.

Ich betonte mit Nachdruck, was meine verehrten Vorgänger mehrmals gesagt haben: Die Kirche handelt nicht, um ihre Macht auszudehnen oder ihre Vorherrschaft durchzusetzen, sondern um allen Menschen Christus, das Heil der Welt, zu bringen.

Wir wollen nichts anderes, als uns in den Dienst der Menschen zu stellen,
vor allem der Notleidenden und Ausgegrenzten, denn „die Verkündigung des Evangeliums an die Menschen unserer Zeit ist ein Dienst, der nicht nur der Gemeinschaft der Christen, sondern der ganzen Menschheit erwiesen wird“

Die ganze Menschheit ist wahrlich von Grund auf dazu berufen, zur eigenen Quelle zurückzukehren, die Gott ist, in Dem allein sie ihre endgültige Erfüllung finden wird.
Die Zerstreuung, die Verschiedenheit, der Konflikt, die Feindschaft, werden durch das Blut des Kreuzes versöhnt und wieder zur Einheit geführt.

Der missionarische Elan ist stets Zeichen der Lebendigkeit unserer Kirchen gewesen. Dabei muß jedoch auch betont werden, daß die Evangelisierung ein Werk des Geistes ist.

Deshalb bitte ich alle Katholiken um das Gebet zum Heiligen Geist, daß er in der Kirche die Leidenschaft für die Mission wachsen lasse, das Reich Gottes zu verbreiten.
Zugleich lade ich alle ein, die Gemeinschaft unter den Kirchen durch die materielle Unterstützung glaubhaft zu bezeugen, insbesondere auch in der gegenwärtigen Krise, damit die jungen Ortskirchen in der Lage sind, die Völker mit dem Evangelium der Liebe zu erleuchten.
Allen erteile ich meinen Segen.”

Benedikt XVI.

Der ungekürzte Text des Benedikt-Rundschreibens steht hier als Download zur Verfügung.

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Ein größerer Sieg!

Beim Fußball ist es normal, wenn Spieler und Zuschauer bei einem erzielten Tor die Hände zum Jubel strecken, wenn sie so auch den Sieg ihrer Mannschaft feiern. Normal ist es auch, dass in einer Stierkampf-Arena der Sieg der Torreros überschwänglich gefeiert wird. Ist es aber noch normal, wenn Menschen ähnlich reagieren, die sich in einer Fußball- oder Stierkampfarena versammelt haben, um die Gute Nachricht vom Reich Gottes zu hören und dann zum Glauben an Jesus Christus kommen?

Die Initiative “Christus für alle Nationen (CfaN)” berichtet in ihrem Info-Blatt August 2009 über den Sieg des Evangeliums in Spanien: Einen Tag vor unseren Versammlungen fand in der Arena noch ein Stierkampf statt. Man sagte über ihn, dass er eine erstaunliche Präsentation uralter spanischer Kultur und Tapferkeit gewesen sein soll. Am Tag danach, als unsere Gottesdienste starteten, war diese Arena wieder Austragungsort eines Kampfes auf Leben und Tod. Dieser Kampf richtet sich allerdings nicht gegen Fleisch und Blut – es ist ein geistlicher Kampf  in der unsichtbaren Realität. Wir befinden uns in einem Kampf um Seelen! Wir müssen mit allem kämpfen, was wir haben! Wir müssen unserem Feind, dem Teufel, kompromisslos den Krieg erklären.

Anmerkung: Der Apostel Paulus schreibt im Brief an die Epheser im 6. Kapitel: Und schließlich: Werdet stark durch die Kraft und Macht des Herrn! Zieht die Rüstung Gottes an, damit ihr den listigen Anschlägen des Teufels widerstehen könnt. Denn wir haben nicht gegen Menschen aus Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern gegen die Fürsten und Gewalten, gegen die Beherrscher dieser finsteren Welt, gegen die bösen Geister des himmlischen Bereichs. Darum legt die Rüstung Gottes an, damit ihr am Tag des Unheils standhalten, alles vollbringen und den Kampf bestehen könnt. Seid also standhaft: Gürtet euch mit Wahrheit, zieht als Panzer die Gerechtigkeit an und als Schuhe die Bereitschaft, für das Evangelium vom Frieden zu kämpfen. Vor allem greift zum Schild des Glaubens! Mit ihm könnt ihr alle feurigen Geschosse des Bösen auslöschen. Nehmt den Helm des Heils und das Schwert des Geistes, das ist das Wort Gottes. Hört nicht auf, zu beten und zu flehen! Betet jederzeit im Geist; seid wachsam, harrt aus und bittet für alle Heiligen, auch für mich: dass Gott mir das rechte Wort schenkt, wenn es darauf ankommt, mit Freimut das Geheimnis des Evangeliums zu verkünden, als dessen Gesandter ich im Gefängnis bin. Bittet, dass ich in seiner Kraft freimütig zu reden vermag, wie es meine Pflicht ist.

Weiter heißt es dann bei CfaN: Die wunderbare Nachricht ist, dass wir den Ausgang dieser Schlacht längst kennen. Jesus hat bereits überwunden! Wir kämpfen auf der Siegerseite. Mit Gott auf unserer Seite – wer kann gegen uns sein? Der Herr richtet eine Armee von Seelenrettern auf, um die Gefangenen zu befreien! Wir sehen nicht, was in der Himmelswelt geschieht, doch hier sehen wir erstaunliche Resultate: Während der Veranstaltungen in der Stierkampfarena flutete die Gegenwart  des Heiligen Geistes mit Heilung und Errettung über die Versammlung.

>>>Conferencia de Fuego Madrid 2009

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Der heilige Geist in Vietnam

Trotz aller Schwierigkeiten wächst der katholische Glaube im kommunistischen Vietnam. Das haben sechs vietnamesische Bischöfe betont, die auf dem Rückweg aus Rom von ihrem Ad-Limina-Besuch bei Papst Benedikt XVI. unsere internationale Zentrale in Königstein im Taunus besucht haben.

Die Bischöfe, die aus verschiedenen Regionen des Landes stammen, berichteten über das vielschichtige Leben und die Bedürfnisse der katholischen Kirche in ihrer Heimat. Übereinstimmend wiesen sie dabei auf den starken Glauben ihrer katholischen Landsleute hin. >>>Kirche in Not

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Ora et labora – der Heilige Geist in Europa

Am 11. Juli feiert die Kirche das Fest eines der Väter des (ehemals) christlichen Abendlandes: Benedikt von Nursia. Die von ihm verfaßte Mönchsregel war auch Grundlage für nachfolgende Ordensgemeinschaften. – Wenn wir an Benedikt denken, fällt uns die überlieferte Kurzformel “Ora et labora” (Bete und arbeite) ein.

Dazu das Tages-Evangelium und ein Kommentar von Papst Pius XII.:

Evangelium nach Matthäus 10,24-33.
Ein Jünger steht nicht über seinem Meister und ein Sklave nicht über seinem Herrn.
Der Jünger muß sich damit begnügen, daß es ihm geht wie seinem Meister, und der Sklave, daß es ihm geht wie seinem Herrn. Wenn man schon den Herrn des Hauses Beelzebul nennt, dann erst recht seine Hausgenossen.
Darum fürchtet euch nicht vor ihnen! Denn nichts ist verhüllt, was nicht enthüllt wird, und nichts ist verborgen, was nicht bekannt wird.
Was ich euch im Dunkeln sage, davon redet am hellen Tag, und was man euch ins Ohr flüstert, das verkündet von den Dächern.
Fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, die Seele aber nicht töten können, sondern fürchtet euch vor dem, der Seele und Leib ins Verderben der Hölle stürzen kann.
Verkauft man nicht zwei Spatzen für ein paar Pfennig? Und doch fällt keiner von ihnen zur Erde ohne den Willen eures Vaters.
Bei euch aber sind sogar die Haare auf dem Kopf alle gezählt.
Fürchtet euch also nicht! Ihr seid mehr wert als viele Spatzen.
Wer sich nun vor den Menschen zu mir bekennt, zu dem werde auch ich mich vor meinem Vater im Himmel bekennen.
Wer mich aber vor den Menschen verleugnet, den werde auch ich vor meinem Vater im Himmel verleugnen.

Der hl. Benedikt und die Evangelisation Europas

Während die Welt in Sünde alt geworden war, während Italien und Europa das schreckliche Bild eines Schlachtfeldes den sich bekämpfenden Völkern darboten und während die monastischen Einrichtungen weniger stark … waren, als sie hätten sein müssen, um widerstehen zu können…, da hat Benedikt, durch seine aufstrahlende Tat und seine Heiligkeit von der ewigen Jugend der Kirche Zeugnis gegeben. Durch das Wort und das Beispiel der sittlichen Zucht hat er das geistliche Leben wieder aufgebaut und es mit einem Schutzwall von Gesetzen umgeben, die besser und schneller zur Heiligkeit führten. Mehr noch hat er getan: durch ihn und seine Schüler sind barbarische Völker mit wilder Lebensweise zu einer menschlichen und christlichen Kultur geführt worden. Er hat sie geeint durch das Band sozialer Beziehungen und brüderlicher Liebe, nachdem er sie zur Tugend, zur Arbeit, zu friedlichen Beschäftigungen mit Kunst und Literatur geführt hatte…
Ein neues Licht ist aufgestrahlt vom Monte Cassino. Genährt durch die Lehren und die Zivilisation der Alten und angespornt durch die christliche Lehre, hat es die Völker und Nationen erleuchtet, die ziellos umherirrten, hat sie zurückgerufen und sie zur Wahrheit und auf den rechten Weg gelenkt…
Dorthin hat Benedikt das monastische Institut geführt, zu dieser Form der Vollkommenheit, die er lange Zeit selbst mühsam erlernen wollte durch das Gebet, die Meditation und die Erfahrung. Das scheint tatsächlich die Rolle zu sein, die ihm die göttliche Vorsehung verliehen hat: Nicht bloß dem Osten und dem Westen das Ideal des monastischen Lebens zu bringen, sondern es mit glücklicher Hand dem Temperament, den Notwendigkeiten und den Gewohnheiten der Völker Italiens und ganz Europas anzupassen. Durch seine Mühen also konnte die klare asketische Lehre, die in den Klöstern des Ostens blühte, mit der Praxis unaufhörlicher Tat verbunden werden und so anderen „die geschauten Wahrheiten weitergeben“, um dadurch nicht nur unfruchtbare Landstriche fruchtbar zu machen, sondern auch durch die apostolische Arbeit geistliche Früchte bringen lassen. - Pius XII.

Aktuell haben wir einen Nachfolger des Petrus in Rom, der bei seiner Wahl im Jahre 2005 mit Bedacht den Namen Benedikt gewählt hat.  Sicher ein gutes Omen!  - Aber jeder, der sich zu Jesus bekennt, ist aufgerufen, sich heute für ein christliches Europa einzusetzen. – HJE

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Was er sagt, ist unerträglich…

Bei Johannes lesen wir im 6. Kapitel, “Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Wer von diesem Brote ißt, wird in Ewigkeit leben…Das Brot, das ich geben werde, ist mein Fleisch (ich gebe es hin) für das Leben der Welt…da gab es Streit unter den Zuhörern über diese Aussage. Wie kann dieser uns sein Fleisch zu essen geben? Jesus aber bekräftigte seine Aussage: Amen, amen, das sage ich euch, wenn ihr das Fleisch des Menschensohnes nicht esst und sein Blut nicht trinkt, habt ihr das Leben nicht in euch. Wer es aber tut, hat das ewige Leben, und ich werde ihn auferwecken am letzten Tag. Denn mein Fleisch ist wirklich eine Speise und mein Blut ist wahrhaft ein Trank. Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der bleibt in mir und ich in ihm. Wie mich der lebendige Vater gesandt hat und wie ich durch den Vater lebe, so wird jeder, der mich isst, durch mich leben...wer dieses Brot isst, wird leben in Ewigkeit. (Aus den Versen,51 bis 58)

Viele seiner Jünger, die ihm zuhörten, sagten: Was er sagt, ist unerträglich. Wer kann das anhören? Jesus erkannte, dass seine Jünger darüber murrten, und fragte sie: Daran nehmt ihr Anstoß? Was werdet ihr sagen, wenn ihr den Menschensohn hinaufsteigen seht, dorthin, wo er vorher war? Der Geist ist es, der lebendig macht; das Fleisch nützt nichts. Die Worte, die ich zu euch gesprochen habe, sind Geist und sind Leben. Aber es gibt unter euch einige, die nicht glauben. Jesus wusste nämlich von Anfang an, welche es waren, die nicht glaubten, und wer ihn verraten würde. Und er sagte: Deshalb habe ich zu euch gesagt: Niemand kann zu mir kommen, wenn es ihm nicht vom Vater gegeben ist. Daraufhin zogen sich viele Jünger zurück und wanderten nicht mehr mit ihm umher. Da fragte Jesus die Zwölf: Wollt auch ihr weggehen? Simon Petrus antwortete ihm: Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens. Wir sind zum Glauben gekommen und haben erkannt: Du bist der Heilige Gottes.” (Verse 60 bis 69)

Dazu ist uns eine Auslegung des Kirchenvaters Augustinus überliefert:

Wir haben den wahren Lehrer gehört, den göttlichen Erlöser, den menschenfreundlichen Heiland, der uns sein Blut als Lösegeld empfiehlt. Er sprach zu uns über seinen Leib und sein Blut: den Leib nannte er Speise, das Blut Trank. Das Geheimnis der Gläubigen erkennen nur die Glaubenden. Wer es hört, was hört der anders, als was er hört? Eine solche Speise und einen solchen Trank empfahl er in seiner Rede mit den Wor­ten: Wenn ihr mein Fleisch nicht eßt und mein Blut nicht trinkt, habt ihr das Leben nicht in euch. Wenn er so vom Leben sprach, wer anders konnte das sagen als das Leben selbst? … Seine Jünger nahmen Anstoß, zwar nicht alle, aber die meisten, indem sie in Gedanken sagten: Was er sagt, ist unerträglich. Wer kann das anhören?” … Und was gab er zur Antwort? Daran nehmt ihr Anstoß? Was werdet ihr sagen, wenn ihr den Menschensohn hinaufsteigen seht, dorthin, wo er vorher war?” Daran nehmt ihr Anstoß? Was will er damit sagen? Glaubt ihr etwa, daß ich meinen Leib, den ihr seht, aufteilen, die einzelnen Glieder abtrennen und euch geben werde? Was will er mit dem Satz sagen: Was werdet ihr sagen, wenn ihr den Menschensohn hinaufsteigen seht, dorthin, wo er vorher war?” Sicher wollte er damit sagen: Wer unversehrt in den Himmel aufsteigen konnte, den konnte man auch nicht aufessen.

Er gab uns also mit seinem Leib und mit seinem Blut ein heilsames Mahl und löste kurz und bündig die bedeutsame Frage hinsichtlich seiner Unversehrtheit. Es sollen also nur essen, die essen, es sollen nur trinken, die trinken; sie sollen hungern und dürsten, die sollen das Leben essen, sie sollen das Leben trinken. Davon zu essen bedeutet eine Stärkung; aber du wirst so gestärkt, daß dir nicht abgeht, womit du gestärkt wirst. Davon zu trinken, was bedeutet dies anders als Leben? Iss also das Leben, trinke das Leben, und du wirst das Leben haben, es ist das reine Leben. Das Leben wird dann aber für jeden der Leib und das Blut Christi sein; was man im Sakrament sichtbar empfängt, soll in Wirklichkeit auf geistige Weise gegessen und getrunken werden. Denn wir hörten, daß der Herr selbst sagte: Der Geist ist es, der lebendig macht; das Fleisch nützt nichts. Die Worte, die ich zu euch gesprochen habe, sind Geist und sind Leben. Aber es gibt unter euch einige, die nicht glauben” (Joh 6, 63-64). Diese sagten: Was er sagt, ist unerträglich. Wer kann das anhören? Dieses Wort ist hart, aber nur für die, die selbst hart sind, d. h. es ist unglaublich, aber nur für die Ungläubigen. (Sermo 131,1; PL 38, 729-730)

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“Die Trinität ist Gott”

Zum Dreifaltigkeitssonntag  (der erste Sonntag nach Pfingsten) ein Wort zum besseren Verständnis:

Dreifaltigkeit/Dreieinigkeit oder Trinität (lat. tres = drei) meint den Glauben der Kirche an den einen Gott in drei Personen. Betrachten wir die heilige Schrift im Hinblick auf die Dreifaltigkeit (Trinität) Gottes, so ist zunächst festzustellen, dass sich kein entsprechender Begriff findet. Der Begriff der Trinität wurde vermutlich erst von Theophilus von Antiochia um 180 n. chr. geprägt und von Tertullian bald darauf ausgestaltet. Dass der Begriff nicht vorkommt, schließt aber keineswegs aus, dass die Sache, die der Begriff zusammenfaßt, an vielen Stellen der Heiligen Schrift deutlich zum Ausdruck gebracht wird.

Beispiele: Johannes 14,26: “Der Beistand aber, der heilige Geist, den der Vater in meinem Namen senden wird, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe”. oder  Matthäus 3,16: “Kaum war Jesus getauft und aus dem Wasser gestiegen, öffnete sich der Himmel, und er sah den Geist Gottes wie eine Taube auf sich herabkommen. Und eine Stimme aus dem Himmel sprach: Das ist mein geliebter Sohn, an dem ich Gefallen gefunden habe.” Und noch Matthäus 28,19: “Darum geht zu allen Völkern und macht alle Menschen zu meinen Jüngern; tauft sie im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes, und lehrt sie, alles zu befolgen, was ich euch geboten habe. Seid gewiß: Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt.”

Die Lehre von der Trinität kann so formuliert werden: Es existiert ein einziger wahrer Gott (Monotheismus). Dieser wirkt und offenbart sich als Vater, Sohn und Heiliger Geist. Der Vater ist Gott, der Sohn ist Gott, der Heilige Geist ist Gott – wesensgleich existierend, und doch in drei Personen offenbar. Jesus Christus besitzt zwei Naturen: Er ist wahrer Gott und wahrer Mensch. Er ist “Gott von Gott” und damit ohne Anfang. Als Mensch hat er einen Anfang: Er hat Fleisch angenommen durch den Heiligen Geist, geboren aus Maria, der Jungfrau. Lukas 1,35: “…der Heilige Geist wird über dich kommen und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten. Deshalb soll auch das Kind heilig und Sohn Gottes genannt werden.” – Jesu Prä-Existenz wird deutlich in einem Streitgespräch mit “den Juden” in Johannes 8,57-59: Die Juden entgegneten ihm: “Du bist noch keine fünfzig Jahre alt und willst Abraham gesehen haben?” Jesus erwiderte ihnen: “Amen, amen, ich sage euch: Noch ehe Abraham wurde, bin Ich.

Zur menschlichen Natur Jesu: Geboren aus der Jungfrau Maria wuchs er heran, empfand Hunger und Durst, Müdigkeit und Schlaf, Trauer und Freude. Er erlitt körperlichen und seelischen Schmerz und schließlich den Tod. Doch zugleich war er (und ist von Ewigkeit) wirklich Gott. Er besaß Macht über die Natur, konnte die Gedanken der Menschen erkennen, Sünden vergeben, Krankheiten wunderbar heilen und Tote zum Leben erwecken. Dennoch unterschied er sich von Gott dem Vater insofern, als er in seiner irdischen Existenz irdischen Grenzen zum Teil unterworfen war: Er besaß in dieser Zeit keine Allgegenwart und Allwissenheit, sondern er entäußerte sich freiwillig dieser Eigenschaften (vgl. Phil 2,6-11). Dies war vor seiner Menschwerdung anders und änderte sich wieder nach seiner Auferstehung und Erhöhung zum Vater. Die Zeit seines irdischen Daseins wird deshalb treffend als “status exinanitionis” (“Zustand der Selbstentäußerung/Selbsterniedrigung der Gottheit”) bezeichnet. Wird dies nicht beachtet, dann entstehen solche Mißverständnisse und Fehldeutungen wie bei Arianern, Zeugen Jehovas und Muslimen. Murray J. Harris spricht von der “Substantiellen Einheit” und “personalen Unterschiedenheit”* von Vater, Sohn und auch Heiligem Geist. Er führt aus: “Obwohl er theós (Gott) ist, wird Jesus nicht patér (Vater) oder Kýrios ho theós (= JHWH elohim) oder ho mónos alethinos theós (der einzig wahre Gott) genannt.

Einfach, pointiert formuliert es Waltraud Maria Neumann  in ihrem Buch: “Philosophie und Trinität”:

“Gott ist nicht trinitarisch, sondern die Trinität ist Gott”. Damit will sie in Anlehnung an Augustinus zum Ausdruck bringen, dass die Trinität nicht als eine Dreigötterlehre zu verstehen ist, ein Mißverständnis, das bis heute im Judentum, im Islam und bei nicht wenigen Christen vorherrschend ist.

Quellen: Die Bibel – Einheitsübersetzung; Handbuch Orientierung: Religionen, Kirchen, Sekten, Weltanschauungen, Esoterik. Herausgeber: Arbeitsgemeinschaft für Religiöse Fragen (A.R.F.); die “Tagespost” Mai 2008.

Heinz Josef Ernst

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Der interreligiöse Dialog…

ist Teil der Sendung der Kirche zur Verkündigung des Evangeliums. Er richtet sich an alle Menschen, die Christus noch nicht als ihren Retter kennen und überwiegend den nichtchristlichen Religionen angehören. In Christus ruft Gott alle Völker zu sich und will ihnen die Fülle seiner Offenbarung und Liebe mitteilen. Für das Gelingen des Dialogs beten wir heute, am vierten Tag der Pfingstnovene.

Download Textheft Pfingstnovene

Download Fürbitten Interreligiöser Dialog

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“Herzschrittmacher” für den Glauben

Kardinal Oscar Rodriguez Maradiaga hat die Christen in Europa aufgerufen, wieder mehr mit dem Herzen zu glauben und dem Apostel Paulus in dessen apostolischem Drang nachzueifern.

In einem Gespräch sagte der Erzbischof von Tegucigalpa (Honduras), die Christen Europas und der ganzen Weltkirche bräuchten dafür den Heiligen Geist. Dieser sei gerade jetzt vor Pfingsten ein “Herzschrittmacher für den Glauben”.

Kardinal Maradiaga hatte am Wochenende die von KIRCHE IN NOT veranstaltete Lateinamerikanisch-Deutsche Wallfahrt in Altötting geleitet.

>>>Download Predigt des Kardinals Oscar Rodriguez Maradiaga in Altötting (Deutsch und Spanisch)

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