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Jesus: höchster Name!

Tag für Tag mit Gott

Nur wenn du dein Ich verleugnest, machst du Gott Platz, um zu beginnen, sein Sohn und Bruder des Nächsten zu sein. – Pater Pio

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  • Dienstag, 21 November 2017 : Zweites Buch der Makkabäer 6,18-31.
    In jenen Tagen war unter den angesehensten Schriftgelehrten Eleasar, ein Mann von hohem Alter und edlen Gesichtszügen. Man sperrte ihm den Mund auf und wollte ihn zwingen, Schweinefleisch zu essen. Er aber zog den ehrenvollen Tod einem Leben voll Schande vor, ging freiwillig auf die Folterbank zu und spuckte das Fleisch wieder aus. In solcher Haltung […]

Ein neues Pfingsten?

Der wahre Tempel

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Wißt ihr nicht, dass ich in dem sein muss, was meines Vaters ist?

Lukas berichtet uns im 2. Kapitel, V 41 bis 52 über den zwölfjährigen Jesus, den seine Eltern im Tempel suchten. Dazu schreibt der Kirchenvater Origenes:

Mein Herr Jesus wurde geboren, und seine Eltern gingen hinauf nach Jerusalem, um auszuführen, was im Gesetz vorgeschrieben war, und sie brachten für ihn “ein paar Turteltauben oder zwei junge Tauben dar” (Lk 2,24)….Als Jesus aber zwölf Jahre alt war, blieb er in Jerusalem zurück. Seine Eltern, die davon nichts wußten, suchten ihn voller Sorge und fanden ihn nicht. Sie suchten ihn bei den Verwandten, sie suchten ihn in der Reisegesellschaft, sie suchten bei den Bekannten, und bei all diesen fanden sie ihn nicht. Jesus wurde also von seinen Eltern gesucht, von seinem Vater, der sein Nährvater und sein Begleiter war, als er nach Ägypten hinabging, und dennoch wurde er nicht sofort gefunden. Denn Jesus wird nicht bei Verwandten und dem Fleische nach Nahestehenden gefunden. Mein Jesus ist in der Gesellschaft der vielen nicht zu finden.

Merke dir jetzt, wo die Suchenden Jesus schließlich fanden, damit auch du ihn findest, wenn du ihn zusammen mit Josef und Maria suchst. Als sie ihn suchten, heißt es, fanden sie ihn im Tempel (Lk 2,46) Nirgendwo anders als im Tempel, und auch im Tempel fanden sie ihn nicht einfach so, sondern ‘mitten unter den Lehrern’. Er hörte ihnen zu und fragte sie.

Suche also auch Du Jesus im Tempel Gottes, suche ihn in der Kirche, suche ihn bei den Lehrern, die im Tempel sind und diesen nicht verlassen. Wenn du ihn so suchst, wirst du ihn finden.” Soweit Origenes.

Aber, so frage ich, sind unseren Kirchengebäude der Tempel, den Jesus wirklich meint? Wir erinnern uns zunächst an die Stelle in Joh 2,19  :“Reißt diesen Tempel nieder, und ich werde ihn in drei Tagen wieder aufrichten”. Er aber meinte den Tempel seines Leibes. Jesus wußte bereits, dass der Jerusalemer Tempel im Jahre 70 nChr durch die Römer zerstört werden sollte. Bis heute ist der Tempel nicht wieder aufgebaut.

Wo also ist der Tempel heute? Darüber geben uns der Apostel Paulus und Jesus selbst Auskunft: Apg 17,24: Paulus: „Gott, der die Welt erschaffen hat und alles in ihr, er, der Herr über Himmel und Erde, wohnt nicht in Tempeln, die von Menschenhand gemacht sind.“

Also wo denn? 1Kor 3,16 „wisst ihr nicht, dass ihr Gottes Tempel seid und der Geist Gottes in euch wohnt?“ 1Kor 6,19: „Oder wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des Heiligen Geistes ist, der in euch wohnt und den ihr von Gott habt? Ihr gehört nicht euch selbst.“

Jesus selbst sagt uns im Johannes-Evangelium: Joh 14,23: „Wenn jemand mich liebt, wird er an meinem Wort festhalten; mein Vater wird ihn lieben und wir werden zu ihm kommen und bei ihm wohnen.“

Der dreifaltige Gott wohnt in jedem Menschen, der Jesus liebt und die Gebote des Vaters befolgt – ein Kind Gottes lebt also in der dreifaltigen Beziehung seines Schöpfers. In der heiligen Messe kommt das so zum Ausdruck: Der Priester ruft den heiligen Geist auf die Gaben von Brot und Wein herab, damit jener sie in Leib und Blut Jesu wandle.

Der Vater in mir weckt das Verlangen, mich mit seinem Sohn in der heiligen Kommunion zu vereinen. “Geh’ zu ihm!” (“Niemand kann zu mir kommen, es sei denn, der Vater zieht ihn” (Joh 6,44) Und Jesus: “Komm zu mir”, ich will eins sein mit dir, wie ich mit dem Vater eins bin.

Durch diese Vereinigung soll ich – zusammen mit allen Brüdern und Schwestern – dem Bild des Sohnes immer ähnlicher werden. Der Sohn ist ja gleichzeitig das Haupt des einen Leibes Christi, an dem jeder einzelne von uns ein Glied ist.

Wenn Jesus im Evangelium sagt: “Wußtet ihr nicht, dass ich in dem sein muß, was meines Vaters ist?”, dann meint Jesus heute nicht einen steinernen Tempel, sondern die lebendigen Tempel, nämlich die Herzen der Kinder Gottes. Suche Jesus also zuerst in Deinem Herzen. – HJE

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Eine Stunde mit IHM

Eucharistische Anbetung
mit Lobpreisliedern
Eine Stunde mit Jesus:
„Er schaut mich an – ich schaue IHN an“

Ort: Heilig-Kreuz-Kirche,
Hochstraße 34,
78048 VS-Villingen.

Nächster Termin:
Freitag, 24. November 2017, 20 Uhr
Kontakt: heinzernst@jesus.de
Telefon: 01523 362 5939

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